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Monsignore Alfons Eiber feierlich zum neuen Dekan ernannt


Datum: 
12.09.2017

Generalvikar Dr. Klaus Metzl übertrug Alfons Eiber das Amt des neuen Dekans von Hauzenberg.

 

 

Bei einer anrührenden Messe mit Priestern und Ministranten aus allen acht Pfarrverbänden des Dekanats übertrug Generalvikar Dr. Klaus Metzl dem Hauzenberger Geistlichen, Monsignore Alfons Eiber, am vergangenen Sonntag das Amt des neuen Dekans von Hauzenberg. Pfarrer Eiber löst damit Rudolf Kallmaier ab, der zum 1. September in den Ruhestand getreten ist. Das Dekanat im Osten der Diözese umfasst acht Pfarrverbände mit 24 Pfarreien und knapp 61 500 Katholiken.

Die Erneuerung des Glaubenseids und das Treueversprechen des neuen Dekans waren ein zentraler Akt des Gottesdienstes. Vor Generalvikar Dr. Klaus Metzl versprach Pfarrer Eiber Treue zum Bischof, Verantwortung und mitbrüderliche Sorge für die Priester im Dekanat, das Bemühen um fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Klerus und Laien sowie Gewissenhaftigkeit und Überparteilichkeit „ohne Ansehen der Person“ bei Ausübung der Dienstaufsicht und aller Dienstpflichten. Im unmittelbaren Anschluss wünschten Mitbrüder, Ministranten und zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Laien dem neuen Dekan Glück und Gottes Segen für die Ausübung des Amts.

In der Predigt stellte Generalvikar Dr. Klaus Metzl – dem Anlass gemäß – „die heikle Leitungsfrage“ in den Mittelpunkt. Wie nämlich solle eine Leitungsperson handeln, wenn jemand durch sein Verhalten sowohl das eigene als auch das Heil aller anderen gefährde. Kritisieren, Besserwissen, Abkanzeln sei dabei das Hobby vieler. In manchen Leserbriefen und vor allem im Netz arte dies gar in Beleidigungen aus, „weil ich selbst es natürlich besser weiß“, meinte der Generalvikar. Allerdings dürfe man sich auch nicht nur heraushalten, „weil der andere doch erwachsen genug ist und man selbst in nichts hineingeraten will“. Weil aber die Selbsterkenntnis meist ausbleibe, müsse dem Betroffenen „unter vier Augen“ seine Verfehlung nahegebracht werden, keinesfalls also hinter dessen Rücken über ihn gelästert. „Dabei geht es aber nicht ums Rechthaben, sondern um den Menschen, mit dem wir uns auf dieselbe Stufe stellen und dessen Würde wir achten müssen“, betonte Metzl. Führe diese Offenheit und Ehrlichkeit aber nicht zum Ziel, solle man weitere Personen beiziehen und schließlich die Gemeinde informieren. Reiche auch das gemeinsame brüderliche Gespräch nicht aus und erfolge keine Umkehr, helfe nur noch das Gebet im Vertrauen auf Gottes Versprechen: „Alles, was zwei von Euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.“

Besonders eindrucksvoll war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Unter Leitung von Klaus Wegerbauer sang die Chorgemeinschaft St. Vitus Hauzenberg Josef Haydns kleine Orgelsolomesse in B-Dur. Den Solopart hatte Eva Wagner inne.
Abschließend dankte Pfarrer Eiber ebenso wie der Generalvikar dem Amtsvorgänger, Altdekan Rudolf Kallmaier, für die menschliche und umsichtige Leitung des Dekanats und „die stets gute Verköstigung bei den Sitzungen“ durch seine Hausfrau Katharina Stadler. Zum neuen Prodekan als Nachfolger von Alfons Eiber wurde Pfarrer Alexander Aulinger vom Pfarrverband Salzweg/Straßkirchen ernannt.

Nach dem Gottesdienst überbrachte überbrachte der stellvertretende Landrat Klaus Jeggle Glück und Segenswünsche. Er würdigte die katholische Kirche als „Anker, als Fels in der Brandung, als Wert der Beständigkeit.“ Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs und Wandels, die insbesondere bei älteren Menschen Ängste auslösten und in denen alte Autoritäten in Frage gestellt würden, stifteten die christlichen Kirchen Gemeinschaft, verliehen Halt und Orientierung, spendeten Trost. „Dafür ist diese Feierstunde ein starkes Zeichen“, sagte Jeggle und wünschte dem neuen Dekan für sein Amt „Freude, Schaffens- und Motivationskraft und Gottes Segen“.

 

                                
Elf Geistliche und Diakone gestalteten den Installationsgottesdienst (v.l.) Benedikt Oswald (Pfarrverband Hauzenberg), Peter Meister (Pv. Untergriesbach/Obernzell), Fabian Feichtinger (Pv Tittling), Rudolf Kallmaier (Altdekan), Generalvikar Klaus Metzl, Dekan Alfons Eiber, Alexander Aulinger (Straßkirchen/Salzweg), Wolfgang Keller (Pv Hutthurm), Pater Jose Jobi (Pv. Tiefenbach), Pfarrvikar Ottfried Schubert (Pv. Wegscheid)

 

>>>>Text und Fotos Helmut Preuß