Menu

„Gott im Abseits“


Datum: 
18.08.2017

DBK startet Folgeprojekt von „Valerie und der Priester“ mit Schwester Karin Knötig MMS

 

 

Mit dem Projekt „Gott im Abseits“ startet die Deutsche Bischofskonferenz das Anschlussformat des Projekts „Valerie und der Priester“, das vor wenigen Monaten mit einer positiven Bilanz endete. Mit neuen Protagonisten werden neue Begegnungen geplant: Junge, kirchenferne Journalisten treffen auf Menschen, die ihre Berufung zum Lebensinhalt machen und das persönliche Leben an ihrem Glauben ausrichten. Im Fokus steht hierbei das Engagement für Menschen im gesellschaftlichen Abseits. Die Akteure des Folgeprojektes sind Ordensleute und pastorale Mitarbeiter, die sich zum Beispiel für Obdachlose, Prostituierte, Strafgefangene oder Drogenabhängige einsetzen und als Seelsorger an ungewöhnlichen Orten tätig sind. So entstehen unterschiedliche Seelsorge-Portraits und Dokumentationen. Bei dem Projekt erfahren junge Medienschaffende eine ihnen bisher unbekannte Seite der Kirche.

In ersten Staffel geht es um die Straßenambulanz in Frankfurt am Main: „Gott im Abseits – Gott am Straßenrand“. Bis Mitte November 2017 berichtet der Fernseh- und Radiojournalist Timm Giesbers über seine Erlebnisse in der Elisabeth-Straßenambulanz in Frankfurt am Main und portraitiert Schwester Karin Knötig und ihre Mitschwestern der katholischen Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern (MMS).>>>>> zum Blog: https://gott-im-abseits.de/

 

 

Schwester Karin Knötig MMS

Das Projekt ist für Schwester Karin eine Herausforderung:
„Jemandem zu erklären, wieso ich glaube und dann noch dazu, warum ich das Ordensleben gewählt habe, das ist gar nicht so einfach. Ich muss versuchen, eine verständliche Sprache zu finden für etwas, das sich gar nicht leicht erklären lässt.“

Aber sie ist auch froh darüber, bei einem Projekt mitwirken zu können, das zeigt, welche Stärke sich aus dem Glauben ergibt:
„Meine Arbeit für Menschen am Rand der Gesellschaft bringt mich oft an die eigenen Grenzen. Aber mein Glaube gibt mir die Kraft und das Vertrauen, dass gerade dann Gott ins Spiel kommen kann.“

Schwester Karin stammt aus unserem Bistum und zwar aus Viechtach im Bayerischen Wald. Sie hatte schon früh Kontakt zum katholischen Glauben. Sie besuchte die Sonntagsmessen mit ihren Eltern, der Weg zu einem Leben in einer Ordensgemeinschaft war jedoch nicht vorbestimmt. In ihren Teenagerjahren haben sich die Worte des Priesters in ihrer Gemeinde plötzlich inhaltsleer angehört: Schwester Karin hatte ihren Bezug zum Glauben ein Stück weit verloren. Sie machte eine Ausbildung zur Krankenschwester, denn anderen Menschen zu helfen, war immer ihr Wunsch. Die heute 39-Jährige hat dann über ihre Patienten wieder einen Bezug zu Gott gefunden. „Zu oft erzählten mir gerade ältere Patienten, sie hätten ihr Leben lang nur gearbeitet, jetzt seien sie endlich in Rente und krank. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich dachte: Nein, da muss es doch noch mehr geben im Leben. Ich möchte mein Leben anders gestalten.“ So begann für Schwester Karin die Suche nach einem „Mehr“ in ihrem Leben und dabei kam sie an der Frage nach Gott nicht vorbei. „Als mir mit der Zeit klar wurde, wie lebensförderlich die Nachfolge Jesu im Charisma der Heilung für mich ist, habe ich Kontakt zur Frankfurter Kommunität der Missionsärztlichen Schwestern aufgenommen und bin schließlich 2010 eingetreten.“ Heute steht sie kurz vor ihrer Ewigen Profess, also ihrer endgültigen Aufnahme in die Gemeinschaft.

 

 

Katholische Ordensgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern (MMS).
Die Ordensgemeinschaft engagiert sich für die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Sie ermöglicht in Frankfurt medizinische Angebote für Obdachlose und Geflüchtete. Mehr Informationen dazu >>>>> http://missionsaerztliche-schwestern.org/index.php?id=59

Projekt: "Valerie und der Priester"! - Die Feministin in der Kirchenwelt
Das Projekt sollte auch Kirchenfernen den Priesterberuf verständlich machen: Vor über einem Jahr hat die katholische Kirche das Internet-Projekt "Valerie und der Priester" gestartet. Ein Jahr lang hat eine junge Journalistin einen Geistlichen bei der Arbeit begleitet. Die beiden haben geredet und geredet. Natürlich über Gott und die Welt. Die gemeinsamen Erlebnisse und Gespräche wurden in einem Blog veröffentlicht. Der Blog hat seit Projektbeginn jeden Monat zwischen 200.000 und 1 Million Besucher erreicht. Regelmäßig lesen 50.000 die Geschichten auf der Seite "valerieundderpriester.de". Damit erzielte das Projekt innerhalb von zehn Monaten über 5 Millionen Medienkontakte.
 

>>>>aus der Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

>>>>Foto und Banner: DBK