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Raum für Visionen am Tag der Pastoralen Dienste und Religionslehrer/-innen


Datum: 
27.06.2018

Beim Tag der Pastoralen Dienste und der Religionslehrer und Religionslehrerinnen, der zur Maria-Hilf-Woche des Bistums Passau gehört, haben die Kräfte aus der Seelsorge und den Schulen gestern über ihre Aufgabe heute und in der Zukunft nachgedacht – eingeladen von Bischof Stefan Oster SDB, der dem Bistum ein neues Leitbild gegeben hat. 

 

„Mission und Auftrag“ heißt diese Vision, die unter Beteiligung vieler Gläubiger entstanden ist. Domkapitular Josef Ederer, verantwortlich für das Personal im Bistum, fügte ihr im ersten Teil der Veranstaltung ein Stück Praxis hinzu. Die Kirche dränge Glaubensverlust, Gläubigenmangel und Überalterung. Solle man also “jammern, alles schönreden und Selbstmitleid haben? All das gibt es auch bei uns“, sagte Ederer in seinem Vortrag. „Aber es gibt auch Einsatz, schöne Erfahrungen und Erlebnisse, die wir festhalten wollen.“ Die Zuhörer bekamen Zeit, um ihre eigenen „Visionen“ aufzuschreiben und miteinander auszutauschen – auch im Anschluss in sieben Workshops wie zu Methoden der Teamleitung und Ehrenamt. 

Über Jesus als Kern der Wahrheit sprechen

Zum Abschluss des Tages feierten Bischof Stefan Oster, Generalvikar Klaus Metzl, die Domkapitulare Josef Ederer und Josef Fischer sowie Diakon Anton Cuffari mit den Seelsorgern und Lehrern Gottesdienst – mit einer herausfordernden Predigt. Die übliche Gottesdienstpraxis verleite dazu, über die Heiligen oder Jesus „gscheit daherzureden oder nette Geschichten zu erzählen“, meinte der Bischof. So aber ziehe die Kirche niemanden an. „Meine Sehnsucht ist, dass man spürt, dass wir jemanden kennen, von dem wir sagen: So hat noch nie jemand geredet“, lud er zu einem bewussteren Sprechen über Jesus als Kern der Wahrheit ein – verbunden mit dem Dank „für alles , was Sie für die Kirche von Passau tun“. Die Maria-Hilf-Woche geht heute mit dem Tag der Priester- und Diakonenjubilare weiter.