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Wertschätzung und Hochachtung für Gottes reiche Schöpfung


Datum: 
30.08.2017

Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung und Tag der Schöpfung 2017 unter dem Motto: "So weit Himmel und Erde ist"

 

 


Foto: Martin Manigatterer/pfarrbriefservice

Im tagtäglichen Leben eingebunden in Alltag und Beruf nehmen wir die Schöpfung um uns herum oft gar nicht richtig wahr. Sei es das Vogelgezwitscher, das uns am Morgen weckt; die Sonne, die uns mit ihren Strahlen begrüßt; die Biene, die summend durchs Fenster kommt; die Früchte der Schöpfung, die wir am Morgen genießen, wie Milch, Ei, Käse, Saft.

Die Schöpfung: Wir betrachten sie als selbstverständlich, gehen unachtsam mit ihr um und würdigen sie viel zu wenig. Oft schaden wir ihr auch. Meist ist uns nicht klar, dass wir in der Schöpfung Gott begegnen. Auch sind wir verantwortlich für diese Schöpfung, diese zu pflegen und zu wahren für die künftigen Generationen. Der Tag der Schöpfung lädt uns jedes Jahr dazu ein, dass uns das wieder bewusst wird, wir auch sensibel und offen werden für die Wunder der Schöpfung um uns herum. Und wir froh und dankbar sein können, für Gottes reiche Schöpfung – Gottes großes Geschenk an uns.

Zum dritten Mal begeht die katholische Kirche am Freitag, 1. September, den von Papst Franziskus ausgerufenen weltweiten Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung. Papst Franziskus ist die Würdigung der Schöpfung ein besonderes Herzenanliegen. Der Weltgebetstag fällt zusammen auf den traditionellen Ökumenischen Tag der Schöpfung am 1. September, der in der Verantwortung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) liegt. Die zentrale Feier beginnt mit  einem ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Lübeck. Er steht unter dem Motto „So weit Himmel und Erde ist“ (Palm 148,13) und soll an die Größe und Weite der Schöpfung Gottes und seines gnädigen Handelns erinnern und uns zum Lobpreis ermutigen.  

 

Die Erde ist ein gemeinsames Gut.
Daher laden Papst Franziskus und der Ökumenische Patriarch Bartholomäus eindringlich alle Menschen guten Willens ein, am 1. September eine Zeit dem Gebet für die Umwelt zu widmen. [MEHR]

 

Nationalpark und Schöpfung: „Hinaus in Gottes freie Natur“

Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald lädt zusammen mit den Kirchen zu geführten Touren in der Reihe „Nationalpark und Schöpfung“ ein. Hier kann man das Wunder Natur draußen erleben und die Schöpfung kennenlernen bei besinnlichen Waldbegehungen und -begegnungen. Die Touren werden das gesamte Jahr angeboten. Die nächste Wanderung zum Thema „Hinaus in Gottes freie Natur“ findet am Donnerstag, 7. September, im Nationalpark statt. Begleiten wird die Wanderung mit besinnlichen Pausen Pfarrer Heiko Hermann, die Religionspädagogin und Waldführerin Susanne Keilhauer und der Nationalparkförster Ingo Brauer. Anmeldung und Information HIER

So weit Himmel und Erde ist (Psalm 148,13)

Dieses Motto greift Psalm 148,13 auf: „Die sollen loben den Namen des Herrn; denn sein Name allein ist hoch, seine Herrlichkeit reicht, so weit Himmel und Erde ist.“ (Lutherübersetzung). Das Motto soll in einer Stadt am Meer an die Größe und Weite der Schöpfung Gottes und seines gnädigen Handelns erinnern und zu seinem Lob ermutigen. Der Lobpreis Gottes ist in seiner globalen Dimension angesprochen. Die Größe der Gnade und Güte Gottes lässt seine Schöpfung, sie lässt auch den sündigen Menschen nicht zugrunde gehen. Das Motto mahnt damit auch zur Erkenntnis des menschlichen Vergehens und erinnert an die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung. (>>>entnommen aus Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland)

Tag der Schöpfung – Gottes Schöpfung – Lebenshaus für alle

Christen glauben an Gott, den Schöpfer. Mit großer Sorge sehen sie aber den Raubbau an der Natur. Der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. 1989 lud daher die "ganze orthodoxe und christliche Welt" dazu ein, am 1. September für die Schöpfung zu beten. Diese Initiative nahmen die Kirchen in der Charta Oecumenica auf und empfahlen, "einen ökumenischen Tag des Gebetes für die Bewahrung der Schöpfung in den europäischen Kirchen einzuführen". Die bundesweite Feier findet nunmehr in jedem Jahr am ersten Freitag im September statt. Hier steht im Mittelpunkt die Würdigung und Stärkung des christlich geprägten Umweltengagements; d.h. das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. Vom Beginn des orthodoxen Kirchenjahres (1. September) bis zum Gedenktag des Hl. Franz von Assisi (4. Oktober) kann in dieser gemeinsamen ökumenischen Schöpfungszeit in den Gemeinden der Tag gefeiert werden.

Aus der Charta OECUMENICA, Nr. 9

Die Schöpfung bewahren
Im Glauben an die Liebe Gottes, des Schöpfers, erkennen wir dankbar das Geschenk der Schöpfung, den Wert und die Schönheit der Natur. Aber wir sehen mit Schrecken, dass die Güter der Erde ohne Rücksicht auf ihren Eigenwert, ohne Beachtung ihrer Begrenztheit und ohne Rücksicht auf das Wohl zukünftiger Generationen ausgebeutet werden.
Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. In Verantwortung vor Gott müssen wir gemeinsam Kriterien dafür geltend machen und weiterentwickeln, was die Menschen zwar wissenschaftlich und technologisch machen können, aber ethisch nicht machen dürfen. In jedem Fall muss die einmalige Würde jedes Menschen den Vorrang vor dem technisch Machbaren haben.

 

 

>>>>Fotos: pbp  / Wagmann /pixabay / Peter Weidemann-pfarrbriefservice

 

 

 

 

 

 

 

 

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