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Besuch aus dem Libanon


Datum: 
04.10.2017

Ordensschwestern aus dem Nahen Osten zu Gast im Bistum Passau

 

 

Gäste mit jugendlichem Pep und ansteckender Fröhlichkeit: Die beiden Vertreterinnen des Ordens „Mission de Vie“ (Mission des Lebens), Madona Al Aya (35) und Céline Azzi (25), aus dem Libanon waren eine Woche lang zu Besuch im Bistum Passau. Der Anlass für den Aufenthalt der drei Frauen in Deutschland war ein zehn Monate altes Mädchen, das als Findelkind auf einer Straße im Libanon gefunden und von den Schwestern zur Adoption an eine Passauer Familie vermittelt worden war. Nachdem das Baby nun drei Monate hier ist, folgte prompt die Einladung aus Passau, damit sich die Ordensfrauen von dem Wohlbefinden der Kleinen überzeugen konnten.

Die Besucherinnen nutzten aber auch mehrfach die Gelegenheit, voller Begeisterung ihre Ordensgemeinschaft „Mission de Vie“ zu präsentieren: Diese wurde 1993 ins Leben gerufen, umfasst fünf Häuser im Libanon mit 53 Schwestern, Brüdern und Priestern. Der Altersdurchschnitt beträgt jugendliche 34 Jahre – und da sind die derzeit 22 Novizen noch gar nicht mitgerechnet. Schwester Céline: „Unsere Beziehung zu Christus ist die Basis für alles andere. Aus dieser Quelle heraus erfüllen wir unsere Mission, nehmen Obdachlose auf, auch Kinder, die auf der Straße leben.“ Gerade ist die Gemeinschaft dabei, mit zwei neuen Häusern im Libanon zu starten. Eins davon befindet sich im Osten an der Grenze zu Syrien. Schwester Céline erklärt: „Da sind wir besonders nahe bei den Camps der Flüchtlinge, denen wir dann noch besser helfen können!“

 

 

Erinnerungsbild vor dem Dom: Über die herzliche Aufnahme im Bistum Passau freuten sich Sozialpädagogin Laure Yazbeck sowie die Ordensfrauen  Madona und Céline (von links) aus dem Libanon. Monsignore Gerhard Hettler, Pfarrer in Passau-Hals, der den Libanon schon mehrmals bereist hat, begleitete die Gäste und betonte: „Die Spiritualität dieser Gemeinschaft ist für mich faszinierend!“

 

Text und Foto: Uschi Friedenberger