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Mitarbeiten in einer lebendigen Christengemeinde und Kirche mitgestalten - dazu braucht es engagierte Frauen und Männer vor Ort


Datum: 
06.02.2018

Bis 16. Februar besteht noch die Möglichkeit, Wahlvorschläge einzureichen - Pfarrgemeinderatswahl ist am 25. Februar 2018

 

 


Fotos: Deutsches Liturgisches Institut, Peter Weidemann, bfd / jeweils pfarrbriefservice
 

Mitarbeiten in einer lebendigen Christengemeinde und Kirche mitgestalten -
dazu braucht es engagierte Frauen und Männer vor Ort

 

Im Bistum Passau engagieren sich derzeit in 305 Pfarreien rund 3500 Menschen ehrenamtlich in einem Pfarrgemeinderat. Zusammen mit dem Pfarrer gestalten sie als gewählte Vertreter in Gemeinschaft das Pfarrleben und sind mitverantwortlich für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde. Viele Ideen und Anregungen von Jung bis Alt müssen einfließen, damit eine lebendige Christengemeinde wächst und gedeiht.
Der Pfarrgemeinderat hat in einer Pfarrgemeinde eine Schlüsselfunktion.  Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte nehmen Lektorendienste bei den Gottesdiensten wahr, gestalten Feste und Gottesdienste, organisieren Besuchsdienste für Alte und Kranke, engagieren sich in der Gemeindecaritas und im Umweltschutz, stellen sich den vielfältigen Fragen der Seelsorge als Unterstützung des Ortsgeistlichen in der Pfarrei und noch vieles mehr: kurz gesagt, sie sind immer da, wenn es um die Belange der Menschen in einer Pfarrei geht. Es sind ihre vielen kleinen und großen Taten in der Mitarbeit und Mitverantwortung, die einen wichtigen und wertvollen Beitrag für ein gutes christliches Miteinander in den Pfarrgemeinden leisten. So verwirklicht sich Kirche vor Ort.  

Nun gilt es bestehende sowie neue Pfarrgemeinderäte für das Amt und die Menschen in den Pfarreien zu gewinnen und zu begeistern. Nach dem Motto der diesjährigen Pfarrgemeindratswahl „Kirche gestalten. Weil ich Christ bin!"“ braucht das Bistum engagierte Frauen und Männer vor Ort in den Kirchengemeinden. Damit die Kirche von Passau und der Glaube, gerade im Hinblick der Neuevangelisierung und Umstrukturierung, sich neu findet und aufbaut. Der Pfarrgemeinderat ist ein wichtiger Bestandteil und eine Stütze des kirchlichen Lebens vor Ort. Hier haben die Gläubigen auch die Möglichkeit, als engagierte Christen in das kirchliche Pfarrleben aktiv mit einzugreifen und mitzugestalten.
 

Bischof Dr. Stefan Oster zur Pfarrgemeinderatswahl 2018:

„Die Wahl war selten so spannend und wertvoll,weil wir in einem Prozess der Umstrukturierung sind im Bistum. Wir gehen einen Weg, auf dem wir versuchen uns zu fragen: Wie sieht eigentlich die Kirche von morgen aus? Und wie können wir auf diesem Weg, der sich verändert, Kirche mitgestalten? Es ist keine Frage: Wir brauchen die aktive Mitwirkung von möglichst vielen gläubigen Männern und Frauen, die sich engagieren. Und der Pfarrgemeinderat ist eine herausragende Möglichkeit, sich zu engagieren und so in unseren Pfarreien und Pfarrverbänden mitzugestalten.“

>>>>Hier sein Aufruf zur Wahl

 

Fühlen Sie sich angesprochen und berufen für die Arbeit im Pfarrgemeinderat - wir hoffen auf Sie:

Zur Wahl aufgerufen sind alle Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren. Pro Pfarrei werden sechs bis zwölf Ehrenamtliche gewählt je nach Größe der Pfarrei. Bis 16. Februar besteht noch die Möglichkeit, beim Wahlausschuss der jeweiligen Pfarrei Wahlvorschläge einzureichen. Bitte wenden Sie sich bei Interesse einfach an die für Sie zuständige Pfarrei.

 


Fotos:Andreas Wachter,  Archiv pbp, Marion Egenberger/Pfarrbriefservice

 

>>>>>Monika Wagmann

 

Hier im Porträt zwei seit langen Jahren engagierte Pfarrgemeinderätinnen:

 

Ein Vorbild für die Kinder
Irmengard Eichlseder erklärt ihr Engagement im Pfarrgemeinderat

Meine Bereitschaft zu dem Engagement im Pfarrgemeinderat kommt aus der Überzeugung, dass ich nicht nur immer von anderen erwarten kann, dass etwas getan wird, oder dass etwas verändert wird, sondern dass ich mit eigenen Gedanken, mit meiner Bereitschaft, meine Zeit einzubringen, für Andere etwas bewegen kann im pfarrlichen Zusammenleben. Ich bringe mich auch ehrenamtlich ein als Vorbild für meine Kinder. Sie erleben in der Familie mit, dass man mit einem Ehrenamt Freude zurückgewinnt, dass man mit gutem Zeitmanagement auch Familie, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut bringen kann, dass ein Ehrenamt den geistigen Horizont erweitert und einen großes Maß an Toleranz erfordert.
Die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat war immer hochinteressant und spannend, da es in den einzelnen Wahlperioden immer galt, mit neuen Mitgliedern verschiedenster Interessen einen Konsens zu bilden und zusammenzuarbeiten. Aber da alle ihr Amt aus dem Glauben heraus ausübten, einte dieser Glaube sehr rasch und es verwunderte mich immer wieder, wie harmonisch das Miteinander trotz verschiedener Altersstufen und der einzelnen Interessen gelang.
In Erinnerung bleiben zuerst alle Feste, Veranstaltungen, die man miteinander organisiert hat. Besonders stolz waren wir immer, wenn wir etwas Neues in der Pfarrei ins Leben gerufen haben, wie z.B. die Agape am Gründonnerstag, einen musikalischen Frühschoppen nach dem Sonntagsgottesdienst, das Weinfest zum Erntedank oder das Adventssingen. Ein weiteres Beispiel ist der Kreuzweg in der Fastenzeit: Nach bangem Warten, ob auch Leute kommen, haben sich viele Pfarrangehörige beteiligt und dann kam auch noch die Aufforderung, diesen nächstes Jahr wieder zu gestalten.
In Erinnerung bleiben aus dieser Zeit die vielen Gespräche innerhalb des Gremiums und mit den Hauptamtlichen, als auch Gespräche, die sich bei Geburtstagsgratulationen auch mit bis dahin unbekannten Menschen ergaben.
Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir weiterhin viele Menschen, die sich für dieses Ehrenamt als Pfarrgemeinderat zur Verfügung stellen und dabei aus dem Glauben heraus ihre Kirche mitgestalten und prägen wollen. Je unterschiedlicher sich die Gremien zusammensetzen, umso echter ist der Pfarrgemeinderat auch ein Abbild der Pfarrei.

 

Damit der Glaube sichtbar bleibt
Gerda Stöfl hofft, dass auch im neuen Pfarrverband die Gemeinschaft hält.

Ich engagiere mich im PGR, weil ich überzeugte Katholikin bin. Deswegen bin ich seit fast 20 Jahren im PGR, die letzten drei Jahre davon gemeinsam mit Dr. Ludger Drost und Raymund Vogl-Hainthaler als Vorsitzende. Für mich gehört der sonntägliche Gottesdienst selbstverständlich zum Ablauf der Woche, ebenso die kirchlichen Feste im Jahreskreislauf. Bei uns in Kößlarn werden noch viele Traditionen wie Sebastiani- und Palmprozession sowie Kräuterweihe und Erntedankfest aufrechterhalten. Auch hier helfe ich gerne mit, Palmbuschen und Blumenkränze zu binden und die Kinder für den Erntedankumzug einzukleiden. Ich möchte damit den Glauben und die damit verbundenen Traditionen weitergeben. Mir ist es wichtig, dass der Glaube auch für die nächste Generation sichtbar bleibt.
Die Zusammenarbeit zwischen den PGR-Mitgliedern sowie unserem Pfarrer empfinde ich als sehr angenehm und kooperativ, denn die Ideen und Vorschläge jedes einzelnen werden ernstgenommen und wir haben viele schöne Gottesdienste (Ausschuss Ehe und Familie) gestaltet und viele kirchliche Feste (Erntedank, Pfarrfeste) gefeiert.
Mit dem Ruhestand unseres Pfarrers gehören wir zum Pfarrverband Rotthalmünster. Ich hoffe, dass die Gemeinschaft in unserer Pfarrei erhalten bleibt und dem neuen Pfarrer genügend Zeit für die Seelsorge bleibt. Für die Zukunft wünsche ich mir außerdem, dass sich bei der nächsten PGR-Wahl wieder viele engagierte Männer und Frauen zur Verfügung stellen, die unsere Pfarrei lebendig mitgestalten.       

 

>>>>Passauer Bistumsblatt

 

Weitere Informationen, Terminplan, Formulare usw.

unter http://www.dioezesanrat-passau.de/pgr_wahl_2018.html und http://www.bistum-passau.de/aufruf-zur-pfarrgemeinderatswahl

Ansprechpartner im Bistum Passau:

Referat für Pfarrgemeinde- und Dekanatsarbeit
Peter Oberleitner, Karin Müller, Karin Altendorfer
Tel.-Nr.: 0851 393 7210, pfarrgemeinderat@bistum-passau.de