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"Jeder Seminarist ist ein Geschenk für unsere Kirche."


Datum: 
09.06.2018

Begegnungstag zum 10-jährigen Bestehen des Propädeutikums

 

 

 

Beim Begegnungstag anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Propädeutikums der Kirchenprovinz München und Freising kamen rund 45 Teilnehmer aus ganz Deutschland ins Priesterseminar St. Stephan in Passau. Neben vielen ehemaligen und aktuellen Propädeutikern, nahmen Bischof Dr. Stefan Oster SDB, der Generalvikar von Regensburg Michael Fuchs, Regens Martin Dengler, Domdekan und Subregens Dr. Hans Bauernfeind und Spiritual Pater Mirko Legawiec an der Veranstaltung teil.

Regens Martin Dengler erfüllt es mit großer Freude, dass er seit über drei Jahren das Propädeutikum im Bistum leiten darf: „Junge Menschen auf ihren ersten Wegen begleiten zu dürfen ist etwas ganz Besonderes.“ Seinem Vorgänger Dr. Franz Haringer dankte er für die hervorragende Pionierarbeit, die dieser in St. Stephan über sieben Jahre hinweg geleistet habe.

"Menschen in die Freundschaft mit Jesus führen."

Nach der Begrüßung und dem gemeinsamen Rückblick auf die Seminarzeit stellte Bischof Stefan in seinem Impulsvortrag die Frage: "Welche Möglichkeiten gibt es den Menschen in unserer Zeit den Glauben zu vermitteln." In seiner Antwort verwies er darauf, dass das Thema Jüngerschaft wieder stärker in den Fokus gestellt werden müsse, da es die zentrale Frage sei für die Erneuerung der Kirche und der Welt: „Jeder Einzelne ist dazu aufgerufen andere in ihrem Christsein zu bestärken.“ Es sei wichtig über den Tellerrand hinaus zu blicken und zu sehen „wo wächst Kirche und was kann man davon lernen.“ Ein positives Beispiel für neue Glaubenswege im Bistum Passau ist unter anderem der von Bischof Stefan geleitete „Believe and Pray“ Gebetskreis, der sich unter jungen Menschen einer großen Beliebtheit erfreut.

In Bezug auf das Propädeutikum stellte der Bischof die Frage, wie die Priesterausbildung künftig gestaltet werden müsse um für die schwierigen Herausforderungen qualifiziert zu sein: „Wir müssen daran denken was die Priesteramtskandidaten von morgen brauchen um ihre Berufung bestmöglich ausüben zu können.“

Auch Regens Martin Dengler stimmte mit Bischof Stefan überein, dass eine Veränderung notwendig sei: „Es genügt nicht was wir an Ausbildungselementen integriert haben einfach beizubehalten, sondern wir müssen immer auch sehen, welche Antwort wir auf die gesellschaftliche und innerkirchliche Entwicklung geben können.“ Dies passiere im Propädeutik schon schrittweise, in dem zum Beispiel Angebote des Referats Neuevangelisierung in die Ausbildung miteinfließen.

Der Blick in die Zukunft des Propädeutikums lässt Regens Martin Dengler allerdings trotz der seit fünf Jahren stabilen Teilnehmerzahl nachdenklich werden: „Ich hoffe, dass diese Stabilität anhält, insgesamt sind wir weit entfernt von den 30 Seminaristen von denen man vor zehn Jahren ausging.“ Die Sorge um das Propädeutikum teilt auch Bischof Stefan, das Priesterseminar St. Stephan sei jedoch ein sehr wichtiges geistliches Haus im Bistum: „Mir liegt sehr viel daran, ein Priesterseminar ist schließlich eine Art Herzkammer in jeder Diözese.“