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Dschungel


Kleiner Blick durch den „Dschungel“ des Arbeitsvertragsrechts

- aus  den arbeitsvertraglichen Regelungen für Beschäftigte der Diözese Passau – ausgearbeitet für die Homepage der Diözese Passau (die Ziffern in Klammern geben an, welche Nummer die Regelung in den Arbeitsvertraglichen Richtlinien der Diözese hat. Diese findet ihr im Intranet unter Personalreferat.) Dies ist eine Kurzversion der MAV, die natürlich nicht abschließend und auch rechtlich nicht bindend ist.

 

Am Anfang steht die   A R B E I T S Z E I T  

  • Vollbeschäftigte arbeiten 39 Stunden pro Woche. (2.1.5)
  • Die Wochenarbeitszeit kann bis zu sechs Arbeitstage pro Woche vereinbart werden.
  • Dienstfrei sind der Faschingsdienstag, der Heilige Abend und der Silvestertag sowie der 15. August jeden Jahres und für Vollbeschäftigte ein halber freier Tag (vier Stunden) anlässlich des Namenstages.
  • Für Teilzeitbeschäftigte gilt anteilsmäßige Freistellung. (2.1.10)

Wichtig kann sein der    B E T R I E B S A R Z T

  • Der derzeitige Betriebsarzt ist Alexander Topal.
  • Der Betriebsarzt ist zuständiger Arzt für Arbeitsmedizin und arbeitet hauptsächlich in der Prävention. Darunter gehört etwa die Ergonomie am Arbeitsplatz. Der Betriebsarzt berät Arbeitnehmer und Arbeitgeber, führt Gesundheitsaktionen durch und steht bei beruflicher Wiedereingliederung nach längerer Krankheit zur Unterstützung bei. (2.1.17)

Ein weiteres B gehört der    B E I H I L F E

  • Die Beihilfeversicherung durch die Versicherungskammer Bayern gewährt auf Antrag finanzielle Beihilfe bei Krankheit, Arztkosten oder Krankenhausaufenthalt. Genaueres ist zu entnehmen der Beihilfeordnung der Diözese Passau, veröffentlicht im Amtsblatt 2004, Folge 6. (2.1.21.2). Anträge sind zu finden auf der Homepage der Versicherungskammer Bayern.

Die   B E W I R T U N G S R E G E L U N G

  • Bei Bewirtung in Form eines Mittag- oder Abendessens, auch in einem kirchlichen Haus müssen Hauptamtliche ab sofort 3 € entrichten, um nicht einen vom Finanzamt so genannten geldwerten Vorteil zu haben (mit einigen Ausnahmen).
  • Deshalb werden in allen Kursen, bei denen man das Essen nicht vollständig selber bezahlen muss, Körbchen aufgestellt, in die das „Körbchengeld“ gelegt werden muss.

D wie   D A R L E H E N
Arbeitgeberdarlehen werden von der Diözese freiwillig (und ohne Rechtsanspruch) gewährt, wenn die finanzielle Lage dies erlaubt. Darlehen werden bis zu 2600 € gegeben für:

  • die Anschaffung eines Kfz
  • Wohnungseinrichtung (nur bei Versetzung)
  • für Arbeitszimmereinrichtung
  • für Weiterbildung (bei dienstlichem Interesse)
  • für den Erwerb eines PCs zu dienstlichen Zwecken

Während der Probezeit oder des unbezahlten Sonderurlaubes kann ein Darlehen lediglich für den Kauf eines Kraftwagens beantragt werden.

Jährlich gibt es vor Schulbeginn die aktuelle  D I  E  N  S  T  A N  W  E  I S  U  N  G

  • Auf diesem Blatt findet ihr die wichtigsten Daten zu eurer Arbeit: Arbeitszeit, Arbeitsbereiche, Dienstbezeichnung, Befristungen, Dienstort, Zulagen, Telefonpauschale
  • Die Dienstanweisung bitte kontrollieren und Fehler beim Personalreferat melden.

Wenn ich mal jemandem beweisen muss, welchen Beruf ich ausübe,
brauche ich einen D I E N S T A U S W E I S

  • Bei Notfalleinsatz oder in Krankenhäusern kann ein Dienstausweis wichtig sein. Er ist mit einem Foto bei der Registratur, (frank.bosch@bistum-passau.de), zu beantragen.

Lange Wege erspart die    E–M A I L

  • Jede/r Beschäftigte muss eine E–Mail–Adresse für dienstliche Zwecke angeben. Meldung und Änderungsmeldung an frank.bosch@bistum-passau.de (Registratur).

G E M E I N D E R E F E R E N T I N  oder  R E L I G I O N S L E H R E R ?

  • Viele sind im Mischeinsatz tätig: als GR und/ oder als RL. Die Arbeitszeit entschiedet:
  • Je nachdem, wo mehr als 50% der Arbeitsleistung erbracht werden.
  • Die genaue Stundenaufteilung ist der Dienstanweisung zu entnehmen.
  • Bei RL werden (je nach Schulart) RU Std. mit 1,56/ 1,625/ oder 1,6955 Zeitstd. berechnet.
  • Bei GR wird eine Unterrichtsstunde mit 1,5 Zeitstunden berechnet.

Beispiele:   RL in Vollzeit                                                                                  GR in Vollzeit

15 h RU in der GS(x1,56) = 23,4 Zeitstd.           8h RU in der GS(x1,56) = 12,48 Zeitstd.

           in der Gemeinde     = 15,6 Zeitstd.           in der Gemeinde             = 26,52 Zeitstd.

                Insgesamt             39 Zeitstunden                          Insgesamt             39 Zeitstunden

  • Für den Schuleinsatz gelten die Ferien, für den Gemeindeeinsatz die normalen Urlaubsregelungen. Dafür sind mit den RU- Stunden pro Woche auch Sprechtage, schulische Veranstaltungen, Konferenzen und Elternabende abgegolten.

Das, was man verdient: das   G E H A L T  oder  E N T G E L T

ABD, Teil A1, Abschnitt VIII, Anlage A

 

G E S U N D H E I T S H I L F E N    A M    A R B E I T S P L A T Z   helfen bei der Arbeit

 

  • Es besteht die Möglichkeit, eine Bildschirmbrille (oder andere Gesundheitshilfen) für den Arbeitsplatz zu beantragen. Dazu bedarf es eines ärztlichen Attest und der Rücksprache mit dem Sicherheitsbeauftragten (Herr Rösch) und dem Betriebsarzt (Herr Topal). Der Antrag geht ans Personalreferat.

 

Es geht auch   G Ü N S T I G E R

  • Beim Auto: Beim Kauf eines Neuwagens kann es sinnvoll sein, das Rahmenabkommen (WGKD) der Kirchen zu nutzen. Manchmal sind jedoch die Rabatte der Autofirmen größer, als der Vorteil durch das Abkommen.
     
  • Bei Versicherungen: Immer beim Abschluss einer Versicherung angeben, dass die Beschäftigung bei der Kirche der des öffentlichen Dienstes entspricht.
      
  • Beim Umzug (aus dienstlichen Gründen): auf Antrag an die Finanzkammer sind
  1. die Kosten für eine Umzugsfirma (zwei Kostenvoranschläge mit einreichen) oder
  2. bei Eigenregie pauschal 400 € (oder mehr bei Vorlage von Rechnungen) erstattungsfähig.

In beiden Fällen wird eine „Vorhangpauschale“ von 350 € gewährt.

Nur ganz wenige Menschen erfreuen sich ständiger Gesundheit.

Wer krank wird, braucht eine   K R A N K M E L D U N G

  • Im pastoralen Dienst haben wir mehrere Krankmeldungen abzugeben.
  • Zunächst bitte immer sofort am ersten Tag das Schulreferat (Tel.: 0851/393-4101 Frau Schiermeier) anrufen, eine Mail schreiben an johanna.schiermeier@bistum-passau.de oder ein Fax schicken unter 0851/393-4109.
  • Ebenso sind die Schulen und das zuständige Pfarrbüro zu verständigen. Nach drei Tagen muss in Passau im Schulreferat die Krankmeldung durch ein ärztliches Attest vorliegen.

Wer sind die KollegInnen, die mich gegenüber dem Dienstgeber vertreten?
Wir, von der    M A V – P A S T O R A L E   D I E N S T E

Wir wurden 2013 neu gewählt und sind nun bis 2017 im Amt.

1. Vorsitzender:    
Andreas Nock  PR in Pfarrkirchen, KODA-Vertreter Mitarbeiterseite
84347 Pfarrkirchen
08561/918123
Mail: andreas.nock@bistum-passau.de

2. Vorsitzende:
Barbara Winkler  GRin im PV Landau a. d. Isar, Krisenseelsorger im Schulbereich
94405 Landau a. d. Isar
Mail: winkiwoman@t-online.de

Vertretung im Ausschuss für Arbeitssicherheit:
Josef Adler  GR und Krankenhausseelsorger in Pfarrkirchen
84347 Pfarrkirchen
Mail: adlerjosef@t-online.de

Tina Weihe GRin im PV Pocking
94060 Pocking
Mail: tina.guenther@web.de

Regina Roßmadl GRin im PV Ruhstorf
94099 Ruhstorf
Mail: reginarossmadl@gmail.com

Teresa Aigner  PAin im PV Bad Birnbach
84364 Bad Birnbach
Mail: teresa.aigner@web.de

Max Aigner PR im PV Osterhofen
94486 Osterhofen
Mail: miga.aigner@web.de

Hildegard Weileder–Wurm GRin, Leiterin des Referates Frauen und geistliche Begleiterin beim Frauenbund der Diözese
94486 Osterhofen
Mail: hildegard.weileder-wurm@bistum-passau.de

Katharina Metzl Jugendseelsorgerin im Jugendbüro Passau, Diözesankuratin der DPSG
94032 Passau
Mail: katharina.metzl@bistum-passau.de

Vertreter für schwerbehinderte MitarbeiterInnen
Gerhard Eckmüller PR im Referat Sakramentenpastoral
Tel: 0851/ 393-5140 im Seelsorgeamt
Mail: gerhard.eckmueller@bistum-passau.de

Die etwas komplizierte   R E I S E K O S T E N A B R E C H N U N G

  • Dienstliche Fahrten werden von der Diözese erstattet, der Vorgesetzte zeichnet die Fahr-kostenabrechnung ab. Wichtig ist dazu der Dienstort. Er kann von der Diözese festgelegt werden, eine Nachfrage um einen anderen (fahrtechnisch günstigeren) schadet nichts.
  • Für Aufenthalte außerhalb des Dienstortes gibt es Tagegeld für den Mehraufwand bei der Verpflegung. Allerdings wird für erhalte Verpflegung wieder ein Teil abgezogen, bei Vollverpflegung bleibt nichts mehr übrig.

Auch das kann einmal wichtig werden: die   S I C H E R H E I T

  • In den Arbeitsvertraglichen Regelungen unter  2.1.17 zu finden.
  • Die Diözese Passau beschäftigt mit Herrn Dipl. Ing. Thomas Rösch eine Sicherheitsfachkraft, auf die alle Beschäftigten mit Fragen im Arbeitssicherheitsbereich zurückgreifen dürfen. Telefonisch ist Herr Rösch zu erreichen unter 0851/393-3310.
  • Vonseiten der MAV ist Josef Adler der Ansprechpartner in Sicherheitsfragen.

Das Kommunikationsmittel schlechthin ist das   T E L E F O N

Es gibt 4 Möglichkeiten:

  • Die Einrichtung stellt ein Telefon zur Verfügung.
  • Die Diözese bezahlt eine Pauschale für die Nutzung des privaten Anschlusses (15 € bei Teilzeit, 25 € bei Vollzeit), dieser Betrag ist steuer- und sozialversicherungspflichtig.
  • Anhand von drei Monats-Einzelverbindungsnachweisen wird die Höhe der durchschnittlichen Aufwendungen für dienstliche Telefonate errechnet. Dieser Betrag wird dann steuer- und sozialversicherungsfrei ausbezahlt. (Bei Veränderungen erneuter Nachweis nötig.
  • Jedes Monat wird der Einzelverbindungsnachweis ausgewertet und die entstandenen dienstlichen Kosten damit nachgewiesen. Die Erstattung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.

Unfälle passieren hoffentlich nicht. Wenn aber doch …
Dann ist eine   U N F A L L M E L D U N G   notwendig (2.1.21)

  • Bei Dienstfahrten besteht für das Privat–Kfz Vollkaskoschutz bei Eigenbeteiligung von 500 €, die von der anordnenden Einrichtung bezahlt werden sollten.
  • Für den Haftpflichtschaden muss die eigene Fahrzeugversicherung aufkommen.
  • Der Schutz gilt von Antritt der Dienstfahrt und erlischt mit deren Beendigung. Bei Unterbrechung der Fahrt ruht der Versicherungsschutz. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte gelten nicht als Dienstfahrt.
  • Schadensmeldung innerhalb von sieben Tagen telefonisch bei der Finanzkammer.
  • Wenn eine persönliche Vollkaskoversicherung für ein Fahrzeug besteht, übernimmt die Finanzkammer die Rückstufungskosten.
  • Rückfragen hierzu an die Abteilung Versicherungswesen, Residenzplatz 8 in 94032 Passau unter Tel. 0851/393-3130, Beate Wagner.

Und nun etwas Erfreuliches, der   U R L A U B

  • (2.1.20.6)
  • Eine an die MAV häufig gestellte Frage ist die nach der Anzahl der Urlaubstage. Urlaub muss zusammenhängend mindestens auf zwei volle Wochen bemessen sein. Der Urlaub muss mit dem Vorgesetzten zu Beginn des Kalenderjahres festgelegt werden.
  • Derzeit haben alle Beschäftigten 30 Tage Urlaub
  • Der Dienststellenleiter genehmigt den Urlaub und kann aus dringenden betrieblichen Gründen auch eine Urlaubssperre verhängen.

Die  Z U L A G E N für GR und RL

  • Die allgemeine Zulage bekommen GR und RL mit 2. Dienstprüfung nach 9 Jahren
  • Für besondere Funktionen gibt es die Funktionszulage. Dies sind z.B. Jugendseelsorger, Krankenhausseelsorger, oder auch für Gemeindearbeit in großen Pfarrverbänden. Die Gewährung wird in den Stellenausschreibungen erwähnt und in der Dienstanweisung vermerkt.
  • Außerdem gibt es Zulagen für die Stunden an Förderschulen und an weiterführenden Schulen (außer Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten)

 

Genaueres dazu im hier: http://www.onlineabd.de/abd?Kat=27147&DatumAuswahl

Oder auch etwas leichter verständlich hier, siehe Seite 15: http://www.kodakompass.de/medien/fc5978f5-0d20-4ba0-b0a1-6edb4549d3d9/ausgabe51_juni_2013.pdf

 

Zum Schluss:

Wir von der MAV Pastorale Dienste stehen für Fragen bezüglich der arbeitsvertraglichen Regelungen gerne zur Verfügung. Scheut Euch nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.

 

Stand August 2017