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Ständiger Diakonat im Bistum Passau


 

Bischof Stefan Oster hat am Samstag, den 15. Oktober 2016 Christoph Kochmann (38) in dessen Heimatpfarrei St. Blasius in Kellberg zum Diakon geweiht.

Bischof Stefan Oster hat am Samstag, den 15. Oktober 2016 Christoph Kochmann (38) in dessen Heimatpfarrei St. Blasius in Kellberg zum Diakon geweiht. Die Pfarrgemeinde feierte einen festlichen Gottesdienst und beglückwünschte Kochmann zu seinem Amt.

 

Nach der liturgischen Eröffnung stellte Domkapitular Gerhard Auer, Bischöflich Beauftragter für den Ständigen Diakonat, Christoph Kochmann offiziell vor. "Ist er würdig?", fragte Bischof Stefan Oster dem Zeremoniell gemäß. Auer bejahte freilich - und der 38-jährige Kochmann wurde zum Diakon erwählt. Die eigentliche Weihe folgte nach der Predigt. Bischof Oster stellte in seinen Worten die Besonderheit des Amtes dar. Der Diakon ist in der katholischen Kirche nicht die Vorstufe zum Priesteramt, sondern eine eigenständige Berufung. Er zitierte aus dem Weihegesuch von Christoph Kochmann: Gott sucht den Menschen, Gott hat Sehnsucht nach den Menschen und er tut in Christus alles, um die Menschen wieder mit sich zu versöhnen. Um, wie Kochmann geschrieben habe, zum "Botschafter der Sehnsucht Gottes nach uns Menschen" zu werden, müssten die Amtsträger der Kirche die Menschen spüren lassen, wie sehr die Kraft Gottes in ihnen wirke - und damit zeigen, dass die Kirche mehr ist als ein Sozialverein.

Er habe einen langen, bewegten Anlauf auf den heutigen Tag hin unternommen, sagte Oster an Kochmann gewendet. "Sie gehören dazu, und Sie machen in der festlichen Liturgie deutlich, dass Sie der Diakon sind, derjenige, der aus dem normalen Leben kommt, mit all seinen schönen und schwierigen Seiten, mit seinen Kämpfen und Brüchen, mit seinen Freuden und Leiden." Der Diakon trage all dies vor Gott hin, fürbittend und stellvertretend für die anderen. 

Bischof Osters Dank galt nicht nur Christoph Kochmann selbst für die Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen, sondern auch dessen Ehefrau Martina. Die Weihe begann mit den Fragen des Bischofs nach seiner Bereitschaft, Diakon im Sinne der Kirche - also Dienender - zu werden. Während der Allerheiligenlitanei legte sich Kochmann auf den Boden, als Zeichen seiner Hingabe. 

Unter dem Klang der großen Glocke legte Bischof Stefan Oster Christoph Kochmann schließlich die Hand auf und sprach das Weihegebet. Unter dem Applaus der Gottesdienstbesucher und den Glückwünschen der Diakone endete die Weihezeremonie. Nach dem Schlussgebet erinnerte auch Konrad Niederländer, Sprecher der Ständigen Diakone in der Diözese daran: "Der Diakon nimmt die Sorgen und Nöte der Gemeinde mit an den Altar." Mit Christoph Kochmann habe die Diözese und Bischof Oster "zwei Augen und zwei Ohren dazubekommen". Zum Ende des feierlichen Gottesdienstes am Gedenktag der Heiligen Theresa von Avila sprach Diakon Christoph Kochmann das Weihegebet des neugeweihten Diakons vor dem Marienaltar der Kellberger Kirche St. Blasius.