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Vorbereitung zur Erstkommunion im Rahmen der Familienkatechese
Nach dem Entwurf von Christian Domes, Pastoralreferent, Passau

 

Grundkonzept

Familien treten gemeinsam in den Dialog mit oder über Gott und Glaube.
Die Gemeinschaft der Glaubenden spiegelt sich wieder in den kleinen Gruppen.
Den Eltern wird bei diesem Weg Erziehungskompetenz zugetraut.
Der Mensch ist in seinem Kontext zu betrachten. Kontinent, Kultur, soziales Umfeld, Situation u.a. spielt immer eine Rolle.
Die Leitgedanken sind: nachdenken, hören, beten, miteinander tun, nicht vergessen.
 

Vorüberlegung

Alle Schritte werden mit der ganzen Familie gemacht, wir wollen viel erleben und dann nachspüren, was passiert ist. Es geht um Erfahrung, nicht um Theorie. Sich auf Gefühle und Inneres einlassen ist das Ziel. Durch eigenen Bericht lässt es sich einfühlen. Stoff ist auf ein Minimum begrenzt, um Zeit und Muße zu haben.
 

Vorschläge für die Durchführung

I.1. Elternabend
Kennen lernen
Einstimmung auf den Abend
Präambel besprechen
Bilderwahl – mein Thema
Meine Kirchengeschichte – Symbolkatechetische Übung "Weg"
Vorstellen des familienkatechetischen Weges
Blitzlicht
 

II.2. Elternabend
Hinführung
Klärung der Erwartungen
Entscheidung – Deswegen will ich den Weg zur Erstkommunion gemeinsam gehen!
Gruppenbildung, Organisation und Termine
Blitzlicht
 

III. Familientreffen „Annäherung“
Kennenlernen
Erwartungen (in) der Gruppe
Methoden (verschiedene Möglichkeiten):

  • Bilderwahl
  • Bild übermalen
  • Große Collage zu Interessen und Erwartungen
  • zur Auflockerung Singen (evtl. Lieder zur Erstkommunion)
  • Tanzen, etc.

Tauferinnerung (ca. ½ Std):

  • Mit Duftwasser gegenseitig die Hände waschen
  • oder: sich gegenseitig Kreuz mit Wasser auf die Stirn machen
  • Formalien klären, um Sicherheit zu geben: z.B. Kleiderfrage, Fotograf während der Eucharistie, weitere Termine, Essen für nächstes Treffen, Material für nächstes Treffen...

Absprachen möglichst gemeinsam, ebenso Vorbereitungen verteilen, damit wirklich alle beteiligt sind.

IV. Familientreffen "Brot"
Treffen im Kreis
Weizenmeditation: sehr langsam, still
Reflexion der Erfahrungen: Wir horchen in uns, was habe ich gerade erlebt? Alle, Erwachsene und Kinder, dürfen erzählen, was sie erlebt haben.

Kurze Pause

Weizen mahlen lassen mit Handmühlen (evtl. Kaffeemühlen – mindestens 2 Stück)
Mit Wasser und Salz Fladen backen. Gleich probieren! Zum Essen dazureichen. Drei kleine werden aufgehoben für kleine liturgische Feier.

Mittagessen

Brotgeschichten erzählen lassen, wer hat denn schon etwas mit Brot erlebt?
Leiter erzählt Beispiel (Frisches Brot vom Hof der Tante...)
Bibel hat Geschichten, wie wir Geschichten haben: z.B. Biblische Brotgeschichte Emmaus
Vorlesen und spielen lassen.

Auswertung, Blitzlicht, Malen, was habe ich erlebt? (Kinder)
 

V. Familientreffen "Wein" (halber Tag)
Einstimmung
Symbolkatechetische Übung "Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben!"
Vom Weinstock erzählen: Ganz tief wurzelnd, gedeiht auf trockenem Boden, holt Nährstoffe aus der Tiefe, braucht viel Wärme, steiniger Boden...

Pressen des Traubensaftes - Material: Kleine Weinpresse, 5-6 kg Trauben, evtl. Blätter - zum evtl. gemeinsamen Mahl etwas aufheben als Aperitif

Weinerfahrungen erzählen lassen
Welche Weisheit von Jesus, genau diese Zeichen zu wählen. Brot gab es bei den Nomaden, Wein bei den Sesshaften; Verbindung beider gegensätzlicher Kulturen. Brot und Wein sind mehr als Wasser und Brot, mehr als nur das Notwendigste.

Bibelstellen zum Wein: AT Wein vertreibt die Schwermut...,  NT: Hochzeit zu Kana,aAlltägliche Texte: Wein ist Zeichen für Feier, Wein als Ursymbol!

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Rebzweige!“
Collage oder Bild in kleinen Gruppen anfertigen. Jede und jeder malt, wo er sich am Stock befindet: Weit, nah....... Mit rot wird ganz bewusst der Saft gemalt, die Verbindung mit Jesus und untereinander.
Bild wird für den Vorstellungsgottesdienst verwendet!

Oder: Symbolkatechese weiterführen.

Auswertung, Blitzlicht
 

VI. Familientreffen "Erinnerung"
Collage: Ich erinnere mich, was ich/wir erlebt habe(n) auf dem Weg zur Erstkommunion. Vgl. Memory, Wiederholung in Gedanken der Familientreffen. Auch die Gefühle wieder kommen lassen.

Sinn der Eucharistiefeier: Erinnerung an Jesus, er wird uns nah. Was ist mir wichtig an Jesus, an was erinnere ich mich gerne? – Fotosprache

Puzzle mit Text der Wandlungsworte zusammensetzen – Zeichen und Symbole – Freundschaftsband knüpfen

Credo – Verfassen eines eigenen Glaubensbekenntnisses

Klärungen: Kerzen verzieren, etc........

Auswertung, Blitzlicht
 

VII. Nach der Feier der Versöhnung, der Erstbeichte, "Versöhnungsfest" feiern
Erstbeichte terminlich so legen, dass die Familienmitglieder daran teilnehmen können!
 

VIII. Treffen in der Kirche
Stellprobe , evtl. Kirchenschmuck, ......
 

IX. Feier der Erstkommunion
 

X. Nachtreffen mit Gruppenleiter/-innen zur Auswertung
 

Insgesamt: Viele Dienste verteilen. Leiter/-in ist Moderator/-in, Vorbereitung aufteilen, alle machen mit von Mal zu Mal bereiten alle etwas vor. Vorhandene Fähigkeiten bewusst nutzen. Eltern aktivieren! Sie wissen viel, was sie den Kindern geben können, einfach den Weg gemeinsam gehen. Theoretische Fragen, die auftauchen, evtl. an einem zusätzlichen Abend klären, damit nicht theoretisiert wird!