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Lichtblicke für den Alltag


Lichtblicke für den Alltag

Seligpreisungen für alle, die mit Menschen zu tun haben

Selig, die das Interesse des anderen lieben wie ihr eigenes - denn sie werden Frieden und Einheit stiften.

Selig, die immer bereit sind, den ersten Schritt zu tun, denn sie werden entdecken, dass der andere viel offener ist, als er es zeigen konnte.

Selig, die nie sagen: Jetzt ist Schluss! - denn sie werden den neuen Anfang finden.

Selig, die erst hören und dann reden - denn man wird ihnen zuhören.

Selig, die das Körnchen Wahrheit in jedem Diskussionsbeitrag heraushören - denn sie werden integrieren und vermitteln können.

Selig, die ihre Position nie ausnützen, denn sie werden geachtet werden.

Selig, die nie beleidigt oder enttäuscht sind; denn sie werden das Klima prägen.

Selig, die unterliegen und verlieren können; denn der Herr kann dann gewinnen.

Kann man nach diesen Seligpreisungen des früheren Aachener Bischofs Klaus Hemmerle  überhaupt "selig" sein oder "selig" werden. Konnte Klaus Hemmerle selbst so leben oder ist das alles nur ein frommer Wunsch?  Kardinal Karl Lehmann gibt bei seiner Traueransprache auf den 1994 verstorbenen Bischof eine indirekte Antwort und würdigt ihn mit den Worten, vielleicht habe an unserer Seite jemand gelebt, den man früher einen "Heiligen" genannt hätte.

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege am Schreibtisch einer sozialen Einrichtung

Hinter deiner Arbeit verstecken sich nicht nur Zahlen, Fakten und Daten, Kennziffern, Personalschlüssel, Fristen und Einstufungen.

Hinter deiner Arbeit stehen Frauen und Männer, die mit ihrem Lohn zum gemeinsamen Familieneinkommen beisteuern oder sich alleinerziehend durchschlagen müssen.

Hinter deiner Arbeit stehen Frauen und Männer, die immer noch ein Stück an Zeit, Einsatz, Engagement und Idealismus drauflegen. In dir haben sie ein groeßs Stück Verlässlichkeit und Stabilität.

Hinter deiner Arbeit stehen Eltern und Angehörige, die selber beruflich eingespannt, in schwieriger privater Situation oder gar schon in einem vorgerückten Alter sind und die Einrichtung brauchen, deren Geschicke du führst.

Hinter deiner Arbeit stehen Menschen, die deiner Einrichtung anvertraut werden. Das Stück Verlässlichkeit, Sorgfalt, Ruhe und Vertrauen, das du in deine Arbeit einbringst, erfahren sie schnell.

Dass es dich gibt und was du arbeitest, wissen die Menschen nicht, die in den Eirnichtungen leben und arbeiten - aber wenn die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter mit ihren Gedanken ganz bei ihnen sein können, wenn sie nicht abgelenkt sind durch Sorgen, Streitigkeiten und Frust, dann spüren sie insgeheim, was hinter deiner Arbeit steckt.

 

Erinnerungszettel für den Platz zwischen Terminkalender und Computer:

"Es ist klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem Du nicht landen willst. Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen."

Herzliche Grüße

Bernhard von Clairvaux, der mit dieser Haltung trotzdem viel in Bewegung gesetzt und auch in Bewegung gehalten hat :)