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LAUDATO SI


 

LAUDATO SI -
SORGE UM DAS GEMEINSAME HAUS

Die Schöpfung bewahren und weltweiter sozialer Ungerechtigkeit begegnen –
in seinem Schreiben Laudato si hat Papst Franziskus dies in aller Klarheit als originäre Aufgaben von Kirche beschrieben.

 


Fotos: pixabay/Pfarrbriefservice - Monika Wagmann - Peter Weidemann/Pfarrbriefservice - Peter Weidemann/Pfarrbriefservice

 

Doch wie lässt sich diese Aufgabe hier bei uns im Bistum Passau bewältigen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Arbeitsgruppe "Laudato si". Sie ist im Bistum Passau dafür verantwortlich konkrete Vorschläge, für die praktische Umsetzung der gleichnamigen Enyzklika von Papst Franziskus, zu erstellen.

 

 

Umwelt: Bistum Passau macht Nägel mit Köpfen
Arbeitsgruppe Laudato si hat die Vorschläge erarbeitet

Nicht nur reden, sondern handeln: Diesen Vorsatz hat sich das Bistum Passau in Sachen Umwelt auf die Fahnen geschrieben. Zwei Jahre hat die Arbeitsgruppe Laudato si Bestandsaufnahme gemacht. Nun ist die Umwelt-AG des Bistums auf der Zielgeraden: Bei einem Treffen am 5. Juli werden die konkreten Vorschläge auf den Tisch gelegt. Und dann wird bei jedem einzelnen entschieden, ob und wie er umgesetzt werden kann. Bei einem Vorgespräch von Umweltreferent Josef Holzbauer mit Generalvikar Dr. Klaus Metzl, dem Leiter der Arbeitsgruppe, wurde sofort klar: Das Bistum will in Sachen Schöpfungsverantwortung Nägel mit Köpfen machen.

Laudato si, mi Signore – Gelobt seist du, mein Herr, sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt“. Mit diesen Worten beginnt Papst Franziskus seine Umwelt-Enzyklika „Laudato si“. Und der Heilige Vater fügt hinzu: „Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat.“
Die Schreie der Natur hören und Schöpfungsverantwortung übernehmen – das will auch das Bistum Passau künftig noch stärker als bisher. Bereits vor zwei Jahren wurde aufgrund zweier Anträge des Diözesanrates die „Umwelt-AG“ Laudato si ins Leben gerufen. Und diese Arbeitsgruppe hat nach intensiver Bestandsaufnahme nun etliche Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung formuliert.

Josef Holzbauer, Umweltreferent des Bistums, bildet zusammen mit Angelika Görmiller und Peter Oberleitner die Steuerungsgruppe der Umwelt-AG. Dazu kommen Fachleute aus den Kategorien Liturgie und Verkündigung, Bildung, Bauen und Energie, Bewirtschaftung kirchlicher Häuser und Einrichtungen, kirchliche Grundstücke, Büro und Beschaffung sowie Verkehr und Mobilität. In diesen Einzelabteilungen hat man sich laut Josef Holzbauer gefragt: „Was wird bereits getan im Sinn unserer ökologischen Leitlinien, im Sinne der Gemeinwohlökonomie und was wird getan im Sinne der Enzyklika Laudato si?“

Der Umweltreferent zum Status Quo im Bistum: „In manchen Bereichen, wie zum Beispiel bei der schöpfungsorientierten Waldbewirtschaftung und mit dem Bioholz-Konzept, sind wir schon jetzt ganz vorne dran. Nachholbedarf gibt es noch im Bereich kirchlicher Beschaffung – angefangen vom Recyclingpapier bis hin zu Einkauf jeglicher Art, natürlich auch in den Pfarreien, zum Beispiel bei Pfarrfesten. Bezieht man die Lebensmittel aus der Region?“ Entscheidender Tag ist nun der 5. Juli. Da werden die Vorschläge aus der Arbeitsgruppe Umwelt abgestimmt, so Josef Holzbauer: „Welche dieser Ziele wollen wir umsetzen? Wo gehen wir zuerst dran?“

 

Generalvikar Dr. Klaus Metzl, der Chef der Arbeitsgruppe Umwelt, betonte:

„Natürlich starten wir mit der AG Laudato si nun nicht bei Null, wir haben bereits vor Jahren ökologische Leitlinien verabschiedet. Da sind wir gut unterwegs. Bei Pfarrhof- oder sonstigen Renovierungen zum Beispiel gehört eine energetische Ertüchtigung mit dazu. Beispiele sind auch die Umstellung auf regenerative Energien. In der Verwaltung werden wir immer mehr vom Papier wegkommen. Und selbstverständlich praktizieren alle unsere Bildungshäuser für die Küche einen regionalen Einkauf. Die Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus war nun jedoch zusätzlich ein Schwung-Geber, um die Sorge für die Umwelt nochmal zu verstärken.“

Dem Generalvikar liegt „Laudato si“ ohnehin persönlich am Herzen: „Weil ich selber ein Gartler bin, weil ich gern in der Natur unterwegs bin und wenn ich aus dem Büro komme, dann gibt‘s nichts Schöneres als einen blühenden Garten – die schöne Schöpfung, wie wir sie von Gott anvertraut bekommen haben!“
Klar ist: Um Umweltschutz im Bistum noch konsequenter umsetzen zu können, muss man zunächst auch Geld in die Hand nehmen. Dr. Klaus Metzl ließ keinen Zweifel daran: „Wir wissen ganz genau, da müssen wir auch investieren! Das eine oder andere wird sich dann aber auch mittel- oder langfristig bezahlt machen – zum Beispiel bei der Umstellung von Heizungen.“

Eine Gratwanderung. Deutlich wurde jedoch bereits beim Gespräch des Umweltreferenten mit dem Generalvikar: Wenn es um die Schöpfungsverantwortung – verbunden mit der sozialen Verantwortung – geht, ziehen die Fachleute und Verantwortlichen ganz klar an einem Strang!   

 

     DER ARBEITSGRUPPE GEHÖREN UNTER DER LEITUNG VON GENERALVIKAR DR. KLAUS METZL AN:

  • Diözesanbaumeister Jochen Jarzombek
  • Umweltbeauftragter Josef Holzbauer
  • Vorsitzende des SA Berufs- und Arbeitswelt Angelika Görmiller
  • Vorsitzender des SA Schöpfung und Umwelt Herbert Schwoshuber
  • Geschäftsführerin des KDFB Kathrin Plechinger
  • Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner
  • Vorsitzende des BDKJ Maria Schmid
  • Geschäftsführer des Diözesanrates Peter Oberleitner
  • Vertreterin des Diözesancaritasverbandes Ingrid Aldozó-Entholzner
  • Vertreter des Diözesansteuerausschusses Helmut Wurm
  • Leiterin Pressestelle Monika Zieringer

 

 

Der Mensch: Gärtner oder Vergewaltiger der Schöpfung?

Einen geistlichen Impuls zum respektvollen Umgang mit Gottes Schöpfung, gab übrigens auch Bischof Dr. Stefan Oster SDB vor einiger Zeit auf seinem BLOG:

https://stefan-oster.de/der-mensch-gaertner-oder-vergewaltiger-der-schoe...

 

 

 

 

 

>>>>Uschi Friedenberger / Monika Wagmann / Foto pbp