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GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG


EINFÜHRUNG

DAS ARBEITSSCHUTZGESETZ (ArbSchG)
 
                      § 4 Allgemeine Grundsätze

Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen Grundsätzen auszugehen:

  1. Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und  Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung  möglichst gering gehalten wird;
  2. Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen;
  3. bei den Maßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und  Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen;
  4. Maßnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluss der  Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen;
  5. individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen;
  6. spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen;
  7. den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen;
  8. mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen sind nur zulässig, wenn dies aus biologischen Gründen zwingend geboten ist.

 
                   § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen

(1) Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
(2) Der Arbeitgeber hat die Beurteilung je nach Art der Tätigkeiten vorzunehmen. Bei gleich-artigen Arbeitsbedingungen ist die Beurteilung eines Arbeitsplatzes oder einer Tätigkeit ausreichend.
(3) Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch 

  1. die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte und des Arbeitsplatzes,
  2. physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
  3. die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,
  4. die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken,
  5. unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten.

Wer führt die Gefährdungsbeurteilung durch?

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber (Vorgesetzte, verantwortliche Leiter) zur Ermittlung und Dokumentation der Arbeitsbedingungen.

Vorgesetzte als auch ein/e von ihm durch Delegation beauftragte/r MitarbeiterIn können die Beurteilung der Arbeitsplätze und möglichen Gefahren mittels vorbereiteter Listen vornehmen.
Die Delegation der Aufgaben (ArbSchG - § 7) entbindet Vorgesetzte / Verantwortliche jedoch nicht von deren Verantwortung und Kontrollpflicht.
Im Bereich des Bistums Passau werden die allgemeinen Gefährdungsbeurteilungen von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und Ortskräften durchgeführt, ergänzende tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilungen muss der Arbeitgeber im Einzelfall erstellen, z. B. mit der Handlungshilfe "Gefährdungsbeurteilung im Mitarbeitergespräch" und der darin enthaltenen Kurzfassung (Besprechungsprotokoll zur Dokumentation)

                            
Die dabei aufgestellten Unterlagen sind in einem Arbeitssicherheitsordner auf Verwaltungsebene (Pfarrei-Pfarrbüro/Referat/Haus) zu sammeln und verbleiben dort im Original (ArbSchG - § 6 - Dokumentation).

Aktualisierung der Gefährdungbeurteilung
 
Die Gefährdungsbeurteilung sollte regelmäßig (jährlich), zumindest aber alle drei Jahre überprüft werden.
Eine erneute Gefährdungsbeurteilung ist zwingend erforderlich bei

  • Änderung der Arbeitsorganisation und geänderten Arbeitsabläufen
  • Anschaffung neuer Maschinen, Apparaturen oder sonstigen beurteilungspflichtigen  Geräten.
  • Arbeitsunfällen.
  • auftretenden arbeits- und gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen im jeweiligen Arbeitsbereich.
  • Mängeln an der Sicherheitseinrichtungen und damit verbundenen Gefahren.

INFOS ZU MÖGLICHEN GEFÄHRDUNGEN - siehe Abschnitt GEFÄHRDUNGEN

PRAXIS-INFO
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Informationen zur
Beurteilung der Arbeitsbedingungen

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HILFEN ZUR GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG: