Menu

„Ich bin bereit“


Datum: 
12.12.2018

Erstprofess von Sr. Maria Falter aus Neuötting im Provinzhaus Heilig Kreuz am 8. Dezember

 

 

 

„Ich bin bereit“

 Erstprofess von Sr. Maria Falter aus Neuötting im Provinzhaus Heilig Kreuz am 8. Dezember

 

Jubeltag im Provinzhaus Heilig Kreuz Altötting: Am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, 8. Dezember, feierte Maria Falter aus Neuötting ihre zeitliche Profess als Schwester vom Heiligen Kreuz. „Gott setzt einen neuen Anfang“ freute sich Generalvikar Dr. Klaus Metzl über die Bereitschaft von Maria Falter zur Ordensberufung – ein Weg der Kontinuität aufzeige oder wie es Schwester Marika Wippenbeck vom Berufungspastoralteam der Heilig-Kreuz-Schwestern ausdrückte: „Maria weiß sich von Gott gewollt, geliebt und gerufen und will ihre Spiritualität in unserer Schwesterngemeinschaft leben.“

Beim feierlichen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Anbetungskirche des Provinzhauses versprach Schwester Maria Falter ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam im Geist des Evangeliums und gemäß der Ordensregel zu führen. Das Gelübde legte sie vor dem Hauptzelebranten Generalvikar Dr. Klaus Metzl, Provinzoberin Schwester Chiara Hoheneder, den Mitschwestern, insbesondere vom Berufungspasoralteam Schwester Marika Wippenbeck und Schwester Mirjam Sprenger, Dekan Heribert Schauer (Neuötting), Diakon Andreas Unterhuber (Chorherr in Reichersberg, ein gebürtiger Neuöttinger), ihrer Familie und allen Freunden und Weggefährten ab. Als Professzeichen und sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu Jesus Christus und der Schwesterngemeinschaft vom Heiligen Kreuz wurde Schwester Maria der schwarze Schleier sowie ein Umhängekreuz überreicht als auch die Heilige Schrift, die Ordensregel mit den Satzungen und Statuten sowie die Tauf-/Professkerze übergeben. Der Jugendchor „d’Singerl“, Harfinistin Hedwig Schmeidl und Organistin Sr. Karin Müller sorgten für schwungvolle und zugleich stimmungsvolle musikalische Gestaltung.

Als wunderbare Fügung sah Generalvikar Metzl, dass gerade am Festtag Maria Unbefleckte Empfängnis die Heilig-Kreuz-Schwester Maria ihre Erstprofess feiere. „Gott setzt einen neuen Anfang“, sowohl in der Erwählung der Jungfrau Maria zur Muttergottes als auch in der Ordensberufung von Maria Falter. Doch Erwählung setzt Bereitschaft für eine Änderung im Leben voraus. Darin sah Metzl kein Ende, keine Trennung, keinen Bruch oder Schnittstelle im bisherigen Leben, sondern Kontinuität aus einer konkreten Welt in „diese neue“ konkrete Welt hinein. Ob Maria Falter die Voraussetzung für die bedeutenden Worte „Ich bin bereit“ für ein Leben in der Ordensgemeinschaft der Heilig-Kreuz-Schwestern mitbringe, wurde im Dialoggespräch des Generalvikars mit Schwester Miriam Sprenger aus dem Berufungspastoral-Team der Heilig-Kreuz-Schwestern  offenbar:  Bereitschaft und Entschlusskraft sei eine Grundhaltung, etwas „anzupacken“ in der Zuversicht: „Es wird gut werden!“, diese positive Lebenseinstellung sei offensichtlich Maria Falter bereits im Elternhaus in die Wiege gelegt worden. Ihre offene Art, auf Menschen zuzugehen wie auch Menschen zu „verorten“, d.h. eine Begegnung mit einem bestimmten Ereignis zu verbinden, zeige ihre persönliche Wertschätzung anderen gegenüber. „Schwester Maria nimmt die Menschen wahr, nimmt die Menschen an wie sie sind, hier bleibt keiner liegen!“ so die gegenseitige Bestätigung. Im Taufnamen „Maria“, der für die Gottesmutter stehe, sah Metzl eine persönliche „Verortung“ im gläubigen Leben von Schwester Maria, was zugleich für ihr Lebensmotto stehe: „Leben fördern“. Das Kreuz mit dem pflanzlichen Spross, dargestellt auf Schwester Marias Tauf-/Professkerze sei Symbol des Wachstums, im Leben wie im Glauben, der Spruch darüber „Fürchte dich nicht, Maria“ zeuge von ihrem Realitätssinn, keine Luftschlösser zu bauen, sondern das Kreuz stets im Blick zu haben. Letztendlich sei für Schwester Maria ein Satz der Ordensgründerin Mutter Bernarda Heimgartner ein wichtiger Begleiter auf dem Weg zur Ordensberufung: „Der Heilige Geist erleuchte euch, damit ihr das wählt, was euch zufrieden macht.“ Generalvikar Metzl dankte am Schluss der Eucharistiefeier allen, die zu dieser feierlichen Erstprofess von Schwester Maria beigetragen hätten – es sei übrigens auch seine erste Professfeier gewesen, der er vorstand (Diözesanbischof Dr. Stefan Oster war terminlich verhindert) wie er anmerkte und auch für Schwester Chiara als Provinzoberin. „Na dann wären wir mit Schwester Maria schon zu Dritt, also zur Nachahmung bestens empfohlen!“ erklärte schmunzelnd der Generalvikar und beendete „die Werbekampagne“ mit den Worten: „Zur Nachahmung empfohlen!“ bevor er den Schlusssegen spendete und Schwester Chiara alle Anwesenden zur weltlichen Feier in den klösterlichen Festsaal einlud.
Mitte Oktober 2014 wurde der Weg in die Ordensgemeinschaft der Heilig-Kreuz-Schwestern konkret, wie Schwester Maria (29), eine gebürtige Neuöttingerin, verriet. Sie zog in das Ausbildungshaus am Herzog-Georg-Platz in Neuötting. Aus Interesse wurde mehr: ab Mai 2015 durfte Maria Falter als Postulantin tiefer in die Ordensausbildung einsteigen, dazu reduzierte sie die Arbeit als Einzelhandelskauffrau an ihrem bisherigen Arbeitsplatz. Der Alltag war nun geprägt von Zeiten des Gebets, Mitarbeit in der Schwesterngemeinschaft und deren Einsatz in der Berufungspastoral sowie Unterrichtseinheiten zu wichtigen Inhalten des Glaubens und Ordenslebens. Am 13. Dezember 2016, am Gedenktag der Ordensgründerin Schwester Bernarda Heimgartner, folgte die Aufnahme ins Noviziat, eine Zeit der intensiven Auseinandersetzung mit der persönlichen Berufung. Das zweiten Noviziatsjahr sei mit verschiedenen Praktikas verbunden gewesen um viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln: durch die Mitarbeit in einem Kinderheim der Schwesterngemeinschaft in Büchlberg sowie in einem Kindergarten bei den Mitschwestern in Neustadt an der Donau.

 

Auf dem Gruppenfoto, rechtes Bild, sind neben der Professkandidatin Maria Falter (Mitte) links Provinzoberin Schwester Chiara Hoheneder und rechts Schwester Marika Wippenbeck zu sehen. Im Hintergrund neben Generalvikar Dr. Klaus Metzl (Mitte) links davon Diakon Andreas Unterhuber und rechts Dekan Heribert Schauer.

 

Herzliche Einladung gilt für kommenden dritten Adventssonntag, 16. Dezember: um 17 Uhr feiert Schwester Maria im Klösterl in Neuötting im Rahmen einer adventlichen Vesper ihre Nachprofess. Anschließend besteht die Möglichkeit der Begegnung im Pfarrsaal.

 

>>>Roswitha Dorfner, Bilder: Roswitha Dorfner