Menu

KAB macht sich für Gemeinwohlökonomie stark


Datum: 
02.01.2019

  KAB Diözesanleitung war unterwegs im Waldviertel.

 

 

Die KAB als Bewegung für Soziale Gerechtigkeit will die Zukunft mitgestalten, mitdenken und zu einem Umdenken anregen. Die "Gemeinwohl-Ökonomie" ist ein Instrument, das auf gemeinwohl-fördernden Werten aufgebaut ist. Sie ist ein Veränderungshebel auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene. Grund genug für die sechzehn Teilnehmer sich mit dem Thema auf den Weg zu machen und zwei Unternehmen anzuschauen, die anders Wirtschaften. Eingeladen zu dieser Exkursion hatte das KAB Bildungswerk Passau e.V. Neben KAB Mitglieder aus der Diözesanleitung und aus Kreisleitungen waren die KAB Diözesansekretäre Jürgen Weikl, Andreas Wachter und Alois Gell, der KAB Diözesanpräses Franz Schollerer, KAB Diözesanvorsitzender Karl Zitzelsperger und der Umweltreferent im Bistum Passau Josef Holzbauer mit dabei. Letzter brachte auch oft die Sicht der Diözese mit ein, was für die Gruppe sehr bereichernd war.

Über den Unternehmer Heini Staudinger wurde bereits ein Kinofilm gedreht. Die Produktionsstätte seiner Waldviertlerschuhe in Schrems wurde besichtigt. Schrems war auch der Ort, wo sich die KAB mit der Referentin Anja Haider-Wallner zwei Tage mit dem Thema auseinandersetzte. Selbstverständlich war auch ein Gespräch mit der Geschäftsleitung von gea/waldviertler über deren Wirtschaftskonzept auf der Tagesordnung. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt. Das wird Beispielsweise daran deutlich, dass der Geschäftsführer Heini Staudinger maximal zweimal so hoch verdient, wie ein gewöhnlicher Mitarbeiter. Es geht nicht um Gewinnmaximierung, sondern um ein gutes Leben für Alle. Für alle Beteiligten wurde sichtbar, dass ein anderes Wirtschaften funktioniert.

Die Referentin und Moderatorin der Tagung Haider-Wallner brachte den Gedanken der Gemeinwohlökonomie der Gruppe mit verschiedenen Beispielen näher. Nicht nur verschiedene Unternehmen in Deutschland wenden die Gemeinwohlökonomie an, sondern auch die erste Gemeinde Deutschlands Kirchanschöring ist in diesem Jahr zertifiziert worden. Positive Beispiele, die Mut machen.

Mit der Auseinandersetzung mit der Thematik wurden auch konkrete Handlungsschritte angedacht, wie das Prinzip auf das eigene Leben, in der KAB, in Pfarreien und im Bistum angewendet werden kann. Dies will die KAB im Bistum Passau weiterhin im Blick haben und angehen auf verschiedenen Ebenen. Mit der Exkursion ist ein erster Schritt getan, der die sechzehn Teilnehmer mit in die Thematik genommen hat.
Am zweiten Tag der Exkursion ging es zum Abschluss dann in ein sehr bekanntes Gemeinwohlökonomiezertifiziertes Unternehmen: Sonnentor in Sprögnitz begeistert seit 1988 mit Tee, Kräutern und Gewürzen aus biologischer Landwirtschaft. Die Geschäftsidee von Gründer und Geschäftsführer Johan¬nes Gutmann basiert auf dem Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften und setzt auf die Unterstützung kleinster landwirtschaftlicher Strukturen, deren Produkte unter dem Logo der lachenden Sonne überregional und in¬ternational vermarktet werden.
Ein Gespräch mit Manuela Raidl-Zeller, die bei Sonnentor für die strategische Weiterentwicklung steht, rundete für die Gruppe die beiden Tage ab. Verschiedene offene Fragen und Themen über Zeitaufwand einer Zertifizierung, Mitarbeiterbestimmung, Herausforderungen der Gemeinwohlökonomie und vieles mehr, konnten beantwortet werden und auf diese Weise wurden die beiden Tage konkret und machten Mut das Thema weiter anzugehen.

 

Betriebsbesichtigung bei den Waldviertler Werkstätten in Schrems Im Gespräch und Austausch über Gemeinwohlökonomie. v.l.n.r. Josef Holzbauer, Umweltreferent im Bistum Passau, Rosina May, Renate Niggl  v.l.n.r. Referentin Anja Haider-Wallner, Umweltreferent Josef Holzbauer, Claudia Neumaier, stv. KAB Diözesanvorsitzender Anton Ebner, KAB-Diözesanvorsitzender Karl Zitzelsperger und Hans Just  Die Teilnehmer der Tagung waren die KAB Haupt- und Ehrenamtliche, Umweltreferent im Bistum Passau Josef Holzbauer und Interessierte.

 

Betriebsbesichtigung bei Sonnentor in Sprögnitz. Gesprächsrunde über Gemeinwohlökonomie mit Manuela Raidl-Zeller von Sonnentor

 

 

Bericht und Fotos: Andreas Wachter