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Zwei neue Diener Gottes


Datum: 
30.10.2018

Günther Jäger und Marius Schwemmer werden durch Bischof Oster zu Ständigen Diakonen geweiht

 

 


Fotos: Michael Bogedain-pfarrbriefservice / pbp/Sonja Beham / pixabay

 

Zwei neue Diener Gottes

Günther Jäger und Dr. Marius Schwemmer werden durch Bischof Oster zu Ständigen Diakonen geweiht

 

 

Segnen, taufen, Trauungen halten, predigen und in der Seelsorge mitarbeiten - Das alles gehört zu den Aufgaben der Ständigen Diakone. Günther Jäger und Dr. Marius Schwemmer werden am Samstag, 10. November, in diesen Dienst der Kirche aufgenommen. Bischof Dr. Stefan Oster SDB spendet ihnen durch Handauflegung und Gebet um 9.30 Uhr in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Feichten das Sakrament der Weihe. Jäger und Schwemmer haben sich gesamt vier Jahre lang intensiv im Diakonatskreis der Diözese darauf vorbereitet.  
Am Nachmittag des Weihetages feiern die neugeweihten Diakone um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus in Kirchweidach eine Dankvesper mit Bischof em. Wilhelm Schraml.

 

Günther Jäger
Heimatpfarrei: St. Johannes der Täufer, Tyrlaching

„Tut nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei, sondern in Demut schätze einer den andern höher ein als sich selbst“ (Phil 2,3)".

Es gibt im Leben etwas, das einem keine Ruhe lässt und das einen immer wieder anschupst, Günther Jäger sagt: „Ich nenne es Gott und seinen Hl. Geist“. Jäger war lange Jahre tätig als Geschäftsführer eines Unternehmens in der Metallindustrie und arbeitet dort weiterhin im Ruhestand als Berater. 2014 hat sich der 63-jährige Vater, Opa und Kirchenpfleger nach langen Jahren der Unsicherheit entschlossen, den Weg zum Ständigen Diakon zu gehen. Und wagt damit trotz seines fortgeschrittenen Alters einen neuen Aufbruch. Wichtige Erfahrungen waren für ihn die Gespräche mit Menschen in Altersheim, Krankenhaus, mit Trauernden und mit gottfernen Menschen. Die gegenseitige Unterstützung, der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, der Erfahrungsaustausch und der Zuspruch untereinander im Diakonatskreis, die Studientage bzw. Studienwochenenden gaben ihm, „besonders in Zeiten des Zweifels - immer wieder das schöne Gefühl auf einem guten Weg zu sein“. „Das Vertrauen zu spüren“, das ihm in seiner Arbeit entgegengebracht wurde, sowie die stetige Unterstützung seiner Frau Uschi, waren und sind auch weiterhin für ihn „Freude und Kraftquelle zugleich“. Angespornt durch Worte aus dem apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium, möchte Jäger immer mehr versuchen sich am Handeln Jesu zu orientieren: „Das heißt vor allem das Evangelium und den Menschen immer wieder neu in den Blick zu nehmen“. Die Aufgabe: „Um der Menschen willen -, für die Menschen in ihren verschiedenen Situationen, Sorgen, Nöten aber auch Freuden da sein“ bestärkt Jäger in seinem Wunsch, künftig Gott und den Menschen als Diakon dienen zu wollen

 

Dr. Marius Schwemmer
Heimatpfarrei: St. Josef, Passau Auerbach-Neustift

"Das Schriftwort, das mich auf diesem Weg bisher begleitet hat und bei meinem diakonalen Dienst weiter prägen soll, ist ,damit in allem Gott verherrlicht werde`(1 Petr 4,11 bzw. RB 57,9)"

Erste Berührungen mit dem diakonalen Dienst hatte Marius Schwemmer durch den Ständigen Diakon seiner damaligen Heimatpfarrei in Neumarkt i.d. Oberpfalz und im Zivildienst bei der Caritas. Seitdem hat den 41-jährigen Familienvater der Gedanke daran nicht mehr losgelassen.  Primär stand zuerst aber der Wunsch, Kirchenmusiker zu werden. Schwemmer studierte in Würzburg Theologie, Musikwissenschaft und Kirchenmusik. 2009 folgte die Berufung zum Diözesanmusikdirektor von Passau. Schwemmer übernahm 2016 als Dommusikdirektor die organisatorische Leitung der Dommusik. In Folge verschiedener Ereignisse und Erlebnisse 2013, die zum Innehalten und zur Reflexion führten, wurde in ihm aber der Wunsch konkret, den Weg zum Ständigen Diakon zu versuchen, um sich „noch einmal anders denn als Kirchenmusiker in den Dienst nehmen zu lassen und zur Verfügung zu stellen“. Als Diakon möchte sich Schwemmer, „in den Dienst der Liturgie, der Verkündigung und am Nächsten nehmen lassen und der Hingabe an Gott in der Lebensweise auch diese Form geben, gefestigt und bestätigt“. Schwemmer weiter: "Als Diakon will ich versuchen, den benachteiligten und oftmals übersehenen Menschen Gottes Barmherzigkeit und seine Nachsicht spürbar werden zu lassen und die Menschen bei ihrer Suche nach Gott mit meiner eigenen zu begleiten“.

 

Ständige Diakone mit Zivilberuf
Die Ständigen Diakone assistieren bei der Eucharistiefeier und leiten Wortgottesdienste und Andachten. Sie spenden die Taufe, sie assistieren bei der Eheschließung im Namen der Kirche und stehen der Begräbnisfeier vor. Außerdem sind sie in verschiedenen Bereichen der Pastoral eingesetzt, wie zum Beispiel in der Jugend-, Ehe- und Familien-, Senioren- und Krankenhausseelsorge.

Verheiratete Männer können seit 1968 zum Ständigen Diakon geweiht werden. Die Ehefrauen der Weihekandidaten müssen diesem Schritt ausdrücklich zustimmen, da Diakone für die Aufgaben in der Kirche besonders verfügbar sein müssen. Die Eheleute und Familien müssen dies gemeinsam tragen. Deshalb reicht das alleinige „Ja“-Wort des Mannes zur Diakonatsweihe nicht aus. Das Wort „Ständig“ weist darauf hin, dass das Diakonat für Lebenszeit übernommen wird.

Mehr Informationen zum Beruf des Ständigen Diakons unter: http://www.berufung-passau.de/Berufungen/Diakon/

 

 

>>>Monika Wagmann