Soziales

100.000 Euro Nothilfe für Somalia

Thomas König am 20.08.2019

2019_news_kindermissionswerk_Somaliahilfe1 Will Swanson, Trocaire / Kindermissionswerk

Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ unterstützt mit einer Nothilfe in Höhe von 100.000 Euro stark unterernährte Kleinkinder und deren Mütter in Somalia.

In der Regi­on Gedo im Süd­wes­ten des Lan­des sind mehr als 200.000 Kin­der unter fünf Jah­ren akut unter­ernährt. Das Kin­der­mis­si­ons­werk sichert mit der Sofort­hil­fe die Arbeit in vier soge­nann­ten Sta­bi­li­sie­rungs­zen­tren. Dort wer­den die betrof­fe­nen Jun­gen und Mäd­chen mit Nah­rungs­mit­teln ver­sorgt und medi­zi­nisch betreut. Grund für die Knapp­heit an Nah­rungs­mit­teln sind gro­ße Flücht­lings­be­we­gun­gen aus dem Nach­bar­land Äthio­pi­en und aus Soma­lia selbst in die Region.

Die Kin­der und ihre Müt­ter, die in den Zen­tren auf­ge­fan­gen wer­den, sind völ­lig aus­ge­mer­gelt und lei­den zum Teil an Tro­pen­krank­hei­ten“, sagt Ste­fa­nie Frels, Län­der­re­fe­ren­tin für Soma­lia im Kin­der­mis­si­ons­werk. Die Zen­tren sind mitt­ler­wei­le kom­plett über­lau­fen und die Res­sour­cen völ­lig erschöpft. Ohne Unter­stüt­zung von außen kön­nen die Men­schen nicht mehr ver­sorgt wer­den“, so Frels.

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Medizinische Versorgung
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Rund 50.000 Men­schen sind bis­lang in die Gedo-Regi­on geflo­hen. Vie­le flie­hen vor der Gewalt der Ter­ror­mi­liz Al-Shabab. Auch Ange­hö­ri­ge eth­ni­scher Min­der­hei­ten, die wegen der aktu­ell anhal­ten­den Dür­re und den Über­schwem­mun­gen im Früh­jahr 2018 kei­ne Ern­te ein­fah­ren konn­ten, suchen dort Zuflucht. Hin­zu kom­men Men­schen aus Äthio­pi­en, die auf­grund eth­ni­scher Kon­flik­te in ihrem Land nach Soma­lia geflo­hen sind. Aus­rei­chend Lebens­mit­tel für die Flücht­lin­ge und die Bevöl­ke­rung vor Ort gibt es der­zeit nicht. Beson­ders die Kin­der der intern Ver­trie­be­nen und die Kin­der der Schutz­su­chen­den aus Äthio­pi­en lei­den unter der dras­ti­schen Unter­ver­sor­gung. In den Flücht­lings­la­gern kön­nen nicht mehr genü­gend Nah­rungs­mit­tel ver­teilt wer­den. Vie­le suchen daher Hil­fe in den Sta­bi­li­sie­rungs­zen­tren“, so Frels. 

Gemein­sam mit sei­nem Pro­jekt­part­ner vor Ort hilft das Kin­der­mis­si­ons­werk, die stark unter­ernähr­ten Kin­der und Müt­ter in den Zen­tren zu behan­deln. Dazu wer­den Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel und Medi­zin bereit­ge­stellt. Die Müt­ter wer­den zudem über die rich­ti­ge Ernäh­rung und Hygie­ne für Säug­lin­ge und Klein­kin­der informiert.

Text: Kin­der­mis­si­ons­werk

Fotos:
Will Swan­son, Tro­cai­re / Kin­der­mis­si­ons­werk
Enig­ma Images / Kin­der­mis­si­ons­werk
Mack­in Bara­sa / Kindermissionswerk

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