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Aschermittwoch & Fastenzeit

Redaktion am 03.03.2025

Bischof Oster Aschekreuz Wolfgang Christian Bayer 1

Mit dem Aschermittwoch beginnt 40 Tage vor Ostern die Fastenzeit, die österliche Bußzeit. Am 5. März sind die Gläubigen in Passau zum Pontifikalamt und in Altötting zum „Gnadenbildkuss“ eingeladen.

Die katho­li­schen Chris­ten las­sen sich am Ascher­mitt­woch in einem Got­tes­dienst mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeich­nen – ein Sym­bol für die Ver­gäng­lich­keit allen Lebens. Der Pries­ter spricht dabei die Wor­te: Beden­ke, Mensch, dass Du Staub bist und wie­der zum Stau­be zurückkehrst.“

Aschermittwoch in Altötting

In Alt­öt­ting steht am Ascher­mitt­woch gleich zu Beginn der öster­li­chen Buß­zeit die Gna­den­mut­ter im Zen­trum. Wenn der Mensch an sei­ne Ver­gäng­lich­keit durch die Aschen­kreuz­auf­le­gung erin­nert wird, wen­den sich die Gläu­bi­gen hier mit dem tra­di­tio­nel­len Gna­den­bild­kuss ganz beson­ders der Got­tes­mut­ter zu – wobei heu­te auf die Berüh­rung oder das Küs­sen der emp­find­li­chen Schwar­zen Madon­na ver­zich­tet wird. Nach der hl. Mes­se um 9 Uhr in der Gna­den­ka­pel­le über­trägt Stadt­pfar­rer Klaus Metzl die Mari­en­sta­tue um 9.45 Uhr in die Klos­ter­kir­che St. Mag­da­le­na. Anschlie­ßend ist um 10 Uhr Got­tes­dienst und von 11 bis 15 Uhr Mög­lich­keit zur Gna­den­bild­ver­eh­rung. Nach der Fei­er einer wei­te­ren hl. Mes­se um 15 Uhr wird die Mut­ter­got­tes in die Gna­den­ka­pel­le zurück­ge­führt. Bei den hl. Mes­sen und wäh­rend der Gna­den­bild­ver­eh­rung besteht die Mög­lich­keit der Aschenauflegung.

Weitere Informationen zu Aschermittwoch und Fastenzeit in Altötting

Aschermittwoch mit Bischof Oster in Passau

In Pas­sau fei­ert Bischof Ste­fan Oster SDB um 18 Uhr ein Pon­ti­fi­kal­amt im Ste­phans­dom. Auch hier steht an die­sem Tag die Zere­mo­nie der Asche­kreuz­auf­le­gung im Mit­tel­punkt der Lit­ur­gie. Der Bischof und wei­te­re Geist­li­che zeich­nen den Gläu­bi­gen mit Asche das Kreuz auf die Stirn mit den Wor­ten Beden­ke, Mensch, dass du Staub bist und wie­der zum Staub zurückkehrst.“

Hintergrund zu Aschermittwoch und Fastenzeit

Der Emp­fang des Aschen­kreu­zes ist schon seit dem 11. Jahr­hun­dert bezeugt. Schon in der Anti­ke und im Alten Tes­ta­ment galt die Asche als Zei­chen der Nich­tig­keit und Ver­gäng­lich­keit. Die geweih­te Asche, die bei der Ascher­mitt­wochs­lit­ur­gie zum Ein­satz kommt, ist übri­gens der Über­rest von ver­brann­ten Palm­zwei­gen. Neben dem Kar­frei­tag ist der Ascher­mitt­woch der ein­zi­ge vor­ge­schrie­be­ne stren­ge Fas­ten­tag in der katho­li­schen Kir­che, an dem sich der Gläu­bi­ge gemäß der kirch­li­chen Buß­pra­xis nur ein­mal sat­tes­sen und auf Fleisch­spei­sen ver­zich­ten soll. Vie­le Chris­tin­nen und Chris­ten begin­nen an die­sem Tag zei­chen­haft und ganz bewusst ihre Fas­ten­zeit“ als Vor­be­rei­tung auf Ostern. Die­se Vor­be­rei­tungs­zeit, auch öster­li­che Buß­zeit“ genannt, auf das Fest der Auf­er­ste­hung Jesu von den Toten dau­ert all­jähr­lich genau 40 Tage. Sie hat eine noch län­ge­re Tra­di­ti­on als der Ascher­mitt­woch und war bereits zu Beginn des 4. Jahr­hun­derts bekannt. Ursprüng­lich hat­ten die Gläu­bi­gen in die­sen Wochen vor Ostern auf Fleisch­spei­sen und Wein ver­zich­tet, spä­ter dann auch auf Milch, But­ter, Käse und Eier, und sich zudem mit einer Mahl­zeit am Abend begnügt, wobei der Sonn­tag als Fast­tag aus­ge­nom­men war.

Bruder Marinus Parzinger Roswitha Dorfner Bild: Roswitha Dorfner / Altöttinger Liebfrauenbote

Elemente der Fastenzeit

Inhalt­lich geprägt sind die Wochen vor Ostern durch die Tauf­vor­be­rei­tung und Erneue­rung des Tauf­ver­spre­chens. Durch Gebet, Umkehr und Buße sol­len die Gläu­bi­gen außer­dem ihrem Leben einen neu­en Sinn geben. Äußer­lich deut­lich wird der Buß­cha­rak­ter der Fas­ten­zeit ganz beson­ders auch in den Kir­chen und Got­tes­diens­ten. Der Blu­men­schmuck wird in die­ser Zeit vie­ler­orts redu­ziert. Und die Pries­ter und Minis­tran­ten tra­gen vio­let­te Gewän­der – die Far­be der öster­li­chen Buß­zeit. In den Got­tes­diens­ten selbst ent­fal­len die fei­er­li­chen Glo­ria- und Hal­le­lu­ja­ge­sän­ge. Und neben den Mess­fei­ern wer­den zudem Buß- und Kreuz­weg­an­dach­ten ange­bo­ten. Vie­ler­orts kom­men Gläu­bi­ge zu medi­ta­ti­ven Ver­an­stal­tun­gen zusammen.

Eine sozia­le Dimen­si­on erhält die Fas­ten­zeit durch die Ein­schrän­kung von Kon­sum und die Betei­li­gung an Hilfs­ak­tio­nen für die Armen in aller Welt. So fin­det in die­sen Wochen vor Ostern die zen­tra­le Jah­res­ak­ti­on des Hilfs­wer­kes Mise­re­or statt. Die Fas­ten­ak­ti­on steht jedes Jahr unter einem ande­ren Leit­wort und rückt damit ein Land des glo­ba­len Südens und aus­ge­wähl­te Pro­jekt­part­ner Mise­re­ors in den Fokus.

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