
Das Hilfswerk „Kirche in Not“ zeigt gemeinsam mit dem Bildungswerk Waldkirchen und der Kath. Erwachsenenbildung im Landkreis Freyung Grafenau e. V. die Ausstellung zum Thema Christenverfolgung in Waldkirchen. Ab Dienstag, 9. März ist in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Waldkirchen die Ausstellung zu sehen.
In der Schau werden einige Länder vorgestellt, in denen Christen besonders unter Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung leiden. Die Ausstellung erläutert in kurzen Texten maßgebliche Ursachen der Christenverfolgung und zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie Christen trotz Verfolgung treu zum Glauben stehen und das kirchliche Leben in den jeweiligen Ländern blüht.
Wie aktuell das Thema Christenverfolgung ist, zeigen Beispiele aus Nigeria, wo es wiederholt zu Angriffen auf Kirchen und Gläubige kommt. Seit 2009 verübt dort die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ vor allem im Nordosten des Landes gezielt Anschläge auf Kirchen und kirchliche Einrichtungen. Sie verfolgt das Ziel, in Nigeria einen islamischen Gottesstaat zu errichten, und will dazu alle christlichen Spuren auf nigerianischem Boden auslöschen. Millionen sind vor dem Terror auf der Flucht.
Aber auch in anderen Teilen der Welt können Christen ihren Glauben nur unter Gefahren und großen Einschränkungen leben, wie zum Beispiel in China oder Pakistan. Hier hat vor allem der Fall um die Katholikin Asia Bibi weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Sie war wegen mutmaßlicher Beleidigung des Propheten zum Tod verurteilt worden und wurde erst nach langjähriger Gefangenschaft freigesprochen. Auch die Terroranschläge auf Kirchen in Sri Lanka am Ostersonntag 2019 haben die Welt erschüttert.
Das Christentum im Irak und in Syrien droht nach jahrelangem Terror und Krieg sogar auszusterben, viele Christen sind auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern – in einer Region, in der die Wurzeln des Christentums bis in die Zeit der Urkirche zurückreichen.
Zu Beginn der Ausstellung gibt es am 9. März um 19:00 Uhr einen Online-Vortrag von Tobias Lehner von KIRCHE IN NOT. Anmeldung bitte über die Katholische Erwachsenenbildung in Freyung unter: info@keb-freyung.de. Stefan Stein, ebenfalls Referent bei KIRCHE IN NOT, wird am 9. März im Abendgottesdienst eine kurze Einführung in die Ausstellung geben.
Der Eintritt zur der Ausstellung ist frei und zu den Öffnungszeiten der Kirche möglich. Spenden für die Arbeit des Hilfswerks „Kirche in Not“ helfen mit, das Christentum besonders im Nahen Osten vor dem vollständigen Verschwinden zu bewahren.
Die Ausstellung kann bis zum Sonntag, 28. März besichtigt werden.
Text: Diana Königseder