
Believe and Pray ist ein Gebetsabend mit Lobpreis, Stille, Dank und Fürbitte, einem Vortrag sowie Diskussions- und Fragerunde. Bischof Stefan Oster versucht mit diesem Format, vor allem Jugendliche für Jesus zu begeistern. Gelingt das? Ist diese Art der Katechese zeitgemäß? Im Gespräch mit dem Bistumsblatt zieht er eine Zwischenbilanz.
Herr Bischof, Sie haben Believe and Pray sehr schnell aus der Taufe gehoben, als Sie nach Passau gekommen waren. Was hat Sie bewogen, diese Gebetsabende für junge Menschen zu starten?
Bischof Stefan Oster: Als ich damals nach Passau kam, habe ich ja recht bald von neuer Evangelisierung gesprochen und die Frage gestellt: Wie geht Evangelisierung heute? In meiner Zeit im Kloster Benediktbeuern hatte ich dieses Format mit jungen Menschen schon eingeübt und entwickelt – und dann in unser Bistum mitgebracht – einfach um zu zeigen, dass neue Evangelisierung möglich ist, und um vielleicht auch andere dazu anzuregen. Seit über acht Jahren biete ich also 14-tägig Abende an, an denen wir ernsthaft miteinander nachdenken über den Glauben und in den Lobpreis finden. Wir haben dazu auch wunderbare Musikerinnen und Musiker. Ich halte einen Impulsvortrag, es gibt dann Fragen oder Gespräch über den Impuls. Wir gehen in die Stille – und danach sitzen wir noch gesellig beieinander. Und all das hat sich für mich als eine Möglichkeit herausgestellt, zu zeigen: Es ist möglich, dass heute junge Menschen in den Glauben geführt werden können. Ich mache das bislang übrigens alles mit einem wunderbaren Team von ehrenamtlichen jungen Leuten, die sich einfach dafür einsetzen wollen, dass andere Menschen zu Jesus finden.