Am Freitag, 23. Juli, ist der Vertrag unterzeichnet worden. Michaela Meindl übernimmt die Leitung der Einrichtungen des Bildungszentrums für soziale Berufe Zwiesel - Josef Wetzl geht in Altersteilzeit.
Die Einrichtungen des „Mädchenwerk Zwiesel e. V.“ gehen an den Passauer Diözesan-Caritasverband über. Damit hat die Caritas Weichen gestellt, um in den Feldern Pflege, Erziehung und soziale Arbeit die Zukunft der Ausbildung zu gestalten. In den unterschiedlichen Ausbildungsgängen des Mädchenwerks bereiten sich rund 350 junge Menschen auf soziale Beruf vor. Im Don-Bosco-Campus sind 27 Studierende gestartet. Gerade mit Schwerpunktbereichen wie Kindertages- und Pflegeeinrichtungen ist das Zusammenführen eine Bereicherung und optimale Lösung für die Caritas. Zweieinhalb Jahre haben Caritas und Mädchenwerk dies vorbereitet.
Unter der Trägerschaft des Caritasverbandes werde die Aus- und Fortbildung weiter ausgebaut, unterstreichen die Caritasvorstände Michael Endres und Diakon Konrad Niederländer. Die Stärken der traditionsreichen Einrichtung in Zwiesel, vor Ort junge Menschen für Sozialberufe zu befähigen, würden weiterentwickelt. Caritasdirektor Michael Endres: „Es ist für die Caritas wichtig, junge Menschen für diese Berufe zu überzeugen“. Für das Mädchenwerk, das bereits zu den sogenannten korporativen Mitgliedern des Diözesanverbandes gehörte, war der lange geplante und in den Gremien vorbereitete Betriebsübergang ein konsequenter Schritt und ein „Zeitenwechsel“, wie Josef Wetzl als langjähriger geschäftsführender Vorstand und jetziger Verwaltungsleiter es nannte. Es würden Synergien für die Zukunft genutzt.
Das Mädchenwerk wurde 1950 von Dr. Elisabeth Hieke (1921−2010) gegründet um jungen Frauen eine soziale Berufsbildung zu ermöglichen. Es entwickelte sich zu einem überregional bedeutenden Zentrum. Jetzt gehören zu diesem Berufsbildungszentrum im Diözesan-Caritasverband: die Fachakademie für Sozialpädagogik sowie das Sozialpädagogische Seminar der FAKS, die Berufsfachschule für Kinderpflege, die Berufsfachschule für Altenpflege (Generalistik) – Altenpflege, die Berufsfachschule für Altenpflege (Generalistik) – Krankenpflege, die Berufsfachschule für Pflege, die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe, sowie das Schülerinnenheim und –tagesheim. Dazu kommt der Campus für soziale Arbeit der OTH Regensburg mit dem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit (B.A.) und die Trägerverwaltung.
Die Gesamt-Leitung dieser Einrichtungen übernimmt zum 1. September Michaela Meindl (48). Sie leitet seit 2009 die Caritas Senioren- und Pflegeeinrichtung St. Gisela in Waldkirchen. Sie wird ihre Berufserfahrungen in zentralen Feldern der Pflege einbringen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit den 85 Mitarbeitenden in Zwiesel. Christian Zaglauer, derzeit geschäftsführender Vorstand, übernimmt wieder die Verwaltungsleitung.
Josef Wetzl, der lange Jahre geschäftsführender Vorstand und in den vergangenen Monaten Verwaltungsleiter war, tritt ab 1. September die Freistellungsphase der Altersteilzeit an. Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres hat ihm bereits bei einer Versammlung in Zwiesel für seine „jahrelange erfolgreiche und außerordentlich engagierte Arbeit“ gedankt. Die Begeisterung junger Menschen für den Dienst am Nächsten und die Strahlkraft der Einrichtungen seien auch sein Verdienst.
Dabei hat sich in Zwiesel auch die neue Leiterin Michaela Meindl den Lehrkräften sowie den in Verwaltung und Bewirtschaftung tätigen Mitarbeitenden vorgestellt. Miteinander werde man nun gut den Übergang gestalten, dankte sie für das Willkommen und warb um vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Verein Mädchenwerk Zwiesel e. V. selbst bleibt für die Immobilien und deren Verwaltung bestehen.
Text: Caritasverband für die Diözese Passau e. V.