
Der Beitrag des Bistums Passau zur ersten Wegstrecke des Weltweiten Synodalen Prozesses ist nun fertiggestellt. Am 6. Mai überreichte das Redaktionsteam des Weltweiten Synodalen Wegs Bischof Stefan Oster die zusammengefassten Ergebnisse des synodalen Prozesses in Passau. Das Dokument wurde nun an die Deutsche Bischofskonferenz weitergereicht.
“Danke für eure Arbeit”, sagte Bischof Stefan, als ihm das zehnseitige Dokument mit den Ergebnissen der am 30. März beendeten Onlinebefragung im Bistum überreicht wurde. “Ich hoffe, dass die Weltkirche, aber auch die Kirche von Passau davon profitieren kann.” Die Ergebnisse zeugen von Erfahrungen unterschiedlichster Art. Sowohl negative als auch positive Wahrnehmungen von Glaube und Kirche sind vorzufinden, aber vor allem Sehnsüchte und Wünsche für die Zukunft.
Das erarbeitete Dokument aus Passau mit dem Titel “Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung” dient dazu, dass auf der Bischofssynode 2023 die Wirklichkeit der Kirche in Deutschland auf Weltebene wahrgenommen wird. Zur Vorbereitung dieser Synode schrieb Papst Franziskus im Oktober 2021 den Weltweiten Synodalen Weg aus. Dieser wurde im Bistum Passau sehr positiv aufgenommen. Um sich synodal an diesem Prozess zu beteiligen, erarbeitete die Arbeitsgruppe des Passauer Synodalen Weges einen Fragenkatalog zu den weltsynodalen Themen Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung. Dieser wurde auf der Homepage des Bistums veröffentlicht. Gruppen, Pfarreien, Verbände, Einzelpersonen konnten dort von Mitte Februar bis Ende März 2022 direkt und anonym die Fragen beantworten und ihre Erfahrungen mitteilen. Rund 200 Rückmeldungen gingen ein. Diese bieten einen guten Einblick, wie unterschiedlich Kirche in den Pfarreien erfahren wird. Sechs vom Bischof beauftragte Frauen und Männer (Redaktionsgruppe) werteten die Antworten repräsentativ aus und fassten sie unter den drei Themenkomplexen Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung zusammen.

Das Dokument “Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung” wird nun an die Deutsche Bischofskonferenz weitergereicht, welche es auswertet und nach Rom sendet. “Der Weltsynodale Weg findet 2023 in Rom sein Ziel”, erklärt Domdekan Dr. Hans Bauernfeind. “Es wird dort zum großen Gespräch kommen. Und das, was den Katholikinnen und Katholiken wichtig war, wird dort auf dem Tisch sein und zum großen Austausch führen. Ich bin mir gewiss, dass dieses Gespräch fruchtbar und segensreich für die Kirche weltweit werden wird.”