
Hunderte Gläubige haben gemeinsam mit Bischof Stefan Oster SDB das "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi" mit einem Festgottesdienst und einer feierlichen Prozession durch die Passauer Altstadt gefeiert. An der Feierlichkeit nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Gesellschaft, Wissenschaft und Politik teil. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war heuer erstmals wieder eine Prozession möglich.
Blauer Himmel und wunderschönes Wetter, eine festlich und farbenfroh geschmückte Stadt und zahlreiche Menschen, die das Allerheiligste durch die Stadt begleiten. So präsentierte sich am Donnerstag Passau zum Fronleichnamsfest. An diesem Tag feiern Katholiken in besonderer Weise die Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie. Dazu wird eine gewandelte Hostie in der Monstranz durch die Stadt getragen, um göttlichen Beistand für Stadt, Land und Bistum zu erbitten. Pandemiebedingt war der Prozessionsweg verkürzt und führte vom Domplatz, an dem vor dem Stationsaltar wie üblich ein Blumenteppich gelegt worden war, über den Residenzplatz zurück zum Dom. Ein feierliches Te Deum schloss die Liturgie ab.

„Wenn solche Allmacht wirklich Liebe ist, dann erweist sie sich als Liebe am Tiefsten in ihrer Ohnmacht.”
In seiner Festpredigt ging Bischof Stefan der Frage nach der Bedeutung des Festes nach. „Göttlich ist, vom größten nicht begrenzt zu werden und im Allerkleinsten enthalten zu sein.“ Ausgehend von diesem Gedanken zeigte der Bischof auf, dass Gottes Liebe nicht allein in der schöpferischen Allmacht bestehe: „Wenn solche Allmacht wirklich Liebe ist, dann erweist sie sich als Liebe am Tiefsten in ihrer Ohnmacht.“ Gott, der nicht nur liebe, sondern Liebe schlechthin sei, lasse sich auf den Menschen ein, liebe ihn bedingungslos, lasse sich verwunden und werde in der Ohnmacht des Brotes gegenwärtig. Viele gute Gründe führten die Menschen zur Teilnahme am Fronleichnamsfest. Ganz erschließe sich die Wirklichkeit des Heiligsten aber nur, „wenn wir innerlich abrüsten und sagen: Herr, ich komme mit offenem Herzen. Hilf mir zu verstehen, dass in diesem Brot der Sinn der Welt liegt und der Sinn meines Lebens.“
Die größte und ohnmächtigste Liebe - Die Predigt als Podcast
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Hintergründe zum Hochfest Fronleichnam
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