Seit über 40 Jahren gibt es den Verein Kolping-Haus für das Leben e.V. Am 10. Oktober 1980 wurde dieser in Pfarrkirchen auf Initiative des damaligen Diözesanpräses Msgr. Hans Stadler aus der Taufe gehoben.
In erster Linie richtete sich die Zielsetzung des Vereins damals im Zuge der Debatte um den § 218 auf den Schutz des ungeborenen Lebens. Wörtlich heißt es in der Satzung: „Er will Frauen, die während der Schwangerschaft oder bei Sorge für ihre Kinder in Not oder Bedrängnis geraten sind und Familien, die sich in sozialer Not befinden, Hilfe anbieten, um deren Not zu lindern.“
Insbesondere durch den Betrieb einer Kindertagesstätte in Passau hat der Verein alleinerziehenden Müttern jahrzehntelang die Möglichkeit der Existenzsicherung geboten. Nachdem dieses Herzensprojekt nach 35 Jahren 2018 aus diversen Umständen wie Mieterhöhung und Raumkonzept beendet werden musste, währte die Zeit des Stillstandes im Vereinsvorstand allerdings nicht lange. Sehr schnell begann hier die Idee zu reifen, den Grundgedanken des Vereins Kolping-Haus für das Leben e.V. als Förderverein für Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien weiterzuverfolgen und sich durch eine neu zu gründende Stiftung weiterhin für das Leben im Bistum Passau einzusetzen.
So wurde nach einiger Planungszeit im Sinne des Vereinsgedankens von der Mitgliederversammlung im Sommer 2021 die Gründung einer unselbstständigen „Kolping-Stiftung für das Leben im Bistum Passau“ im Rahmen der Gemeinschaftsstiftung des Kolpingwerkes Deutschland beschlossen. Die Stiftung macht es sich insbesondere zur Aufgabe, in Not geratenen Frauen und Männern, Familien und Alleinerziehenden unter die Arme zu greifen. Der Verein Kolping-Haus für das Leben e.V. bleibt dabei erhalten und kann mit Hilfe der Stiftung künftig unbürokratisch Hilfe leisten.
Ein ganz wichtiges Element in der Stiftungsarbeit werden die Kolpingsfamilien im Bistum Passau einnehmen: Die Kolpingsfamilien haben einen Einblick in die Notsituationen vor Ort und erfahren am schnellsten, wo Hilfe benötigt wird; sie können bei Förderanträgen unterstützen und bei der Übermittlung von Geldern helfen. „Wir sind überzeugt, dass durch die Zusammenarbeit mit unseren Kolpingsfamilien im Rahmen der Kolping-Stiftung weiterhin sehr viel Gutes für Frauen, Männer und Familien im Bistum Passau geleistet werden kann.“, so Vereinsvorsitzende Hildegard Forster.
Die ersten vom Diözesanvorstand im September berufenen Stiftungskuratoriumsmitglieder – aktuell bestehend aus der Vereinsvorsitzenden Hildegard Forster, dem Diözesanpräses Sebastian Wild, stellv. Vereinsvorsitzenden Roland Kronawitter und Schatzmeister Manfred Kronschnabel sowie Christoph Obermayer aus der Kolpingsfamilie Simbach – freuen sich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Kolpingsfamilien und auf die neue Herausforderung der Stiftungsarbeit. n
Sie wollen mehr über unsere Stiftungsarbeit erfahren? Dann mailen Sie uns gerne unter kolping@bistum-passau.de oder rufen Sie uns an: 0851 3937361