
Das Pfingstfest gilt als „Geburtstag der Kirche“ – genau 50 Tage nach Ostern. Es ist das Fest der Sendung des Heiligen Geistes und soll für alle Christen eine Stärkung sein. Dargestellt wird der Heilige Geist ganz unterschiedlich: als Feuerzungen, weiße Taube oder stürmisches Brausen.
Stichwort Pfingsten
50 Tage nach Ostern feiert die Kirche die Sendung des Heiligen Geistes, wie es Jesus versprochen hat. Das Pfingstfest gilt als der Geburtstag der Kirche. Der Heilige Geist wird in unterschiedlichen Bildern dargestellt: Als brennendes Feuer oder in „Feuerzungen“, als weiße Taube oder stürmisches Brausen des Windes.
Die Apostelgeschichte berichtet, dass sich die Jünger Jesu nach dem Kreuzestod Jesu zunächst verunsichert „hinter verschlossene Türen“ zurückgezogen hatten. Sie hatten Angst, gefangen genommen zu werden. In diese beengende Situation hinein sendet Jesus den Jüngern den Heiligen Geist. Wörtlich heißt es (Apostelgeschichte 2, 1 – 4): „Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daher fährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ Die Jünger stürmten auf die Straßen Jerusalems und brachten die Frohe Botschaft zu den Menschen. Sie berichteten von der göttlichen Sendung des Heiligen Geistes und ihren Erfahrungen mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus.
Die Sendung des Heiligen Geistes bedeutet, dass das Evangelium zu allen Menschen in allen Sprachen gebracht werden kann und soll. Im Heiligen Geist vermag die Menschheit eins zu werden und einen gemeinsamen Weg zu gehen, der Frieden und Menschenwürde, Freiheit und Menschlichkeit garantiert – wie es dem Willen Gottes entspricht. Das Miteinander von Gottesliebe und Nächstenliebe ist der Weg der Kirche. Das Pfingstfest soll zugleich eine Stärkung für alle Christen sein, Jesus im Alltag mit neuem Mut und neuem Elan nachzufolgen. Gottes Geist geht mit ihnen.
Glaube erklärt – Pfingsten
Allein schon der Vergleich mit dem „Geburtstag der Kirche“ zeigt die große Bedeutung des Pfingstfests für Christen. So vieles steckt in diesem Fest, unzählige Geschichten, Bräuche und Traditionen. Domdekan Dr. Hans Bauernfeind erklärt es hier genau:
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Pfingsten in Passau
- Sonntag, 9. Juni, 9.30 Uhr im Stephansdom: Pontifikalamt mit Bischof Stefan Oster am Pfingstsonntag
- Montag, 10. Juni, 9.30 Uhr im Stephansdom: Gottesdienst am Pfingstmontag
Pfingsten - und das Sakrament der Firmung
Das Pfingstfest und das Sakrament der Firmung sind eng miteinander verwoben. Die Firmung vermittelt in besonderer Weise den Heiligen Geist, der den Aposteln an Pfingsten geschenkt wurde. Er soll die Firmlinge ermutigen, stärken und zu einem bewussten Leben als Christen in der Nachfolge Jesu Christi beauftragen. Seit 2019 gilt im Bistum Passau die Firmung ab 16 Jahren. Mehr dazu hier: