Kirche vor Ort

Malteser pilgern nach Altötting

Redaktion am 19.07.2021

Altötting Wallfahrt Segnung Pater Norbert Foto: Malteser Hilfsdienst e. V.

Jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli findet die große Malteser Wallfahrt aller bayerischen Diözesen mit Senioren und beeinträchtigten Mitmenschen nach Altötting statt. Nachdem die Wallfahrt im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, konnten heuer nur die Malteser im Rahmen einer Gebetswallfahrt in den Gnadenort kommen. Die Diözese Passau war mit einer gut 30-köpfigen Gruppe vertreten.

Jedes Jahr am drit­ten Sonn­tag im Juli fin­det die gro­ße Mal­te­ser Wall­fahrt aller baye­ri­schen Diö­ze­sen mit Senio­ren und beein­träch­tig­ten Mit­men­schen nach Alt­öt­ting statt. Nach­dem die Wall­fahrt im ver­gan­ge­nen Jahr coro­nabe­dingt aus­fal­len muss­te, konn­ten heu­er nur die Mal­te­ser im Rah­men einer Gebets­wall­fahrt in den Gna­den­ort kom­men. Die Diö­ze­se Pas­sau war mit einer gut 30-köp­fi­gen Grup­pe vertreten.

Pil­ger, wozu bist du gekom­men?“ Die­ser Satz ste­he am Ein­gang einer Wall­fahrts­kir­che im Tren­ti­no, erklär­te Orga­ni­sa­tor Baron Franz-Josef von der Heyd­te bei der Begrü­ßung der Mal­te­ser aus ganz Bay­ern sowie aus Öster­reich in der Basi­li­ka St. Anna. 48 Jah­re lang hät­ten die Mal­te­ser bei ihrer Alt­öt­ting Wall­fahrt die Fra­ge fol­gen­der­ma­ßen beant­wor­ten kön­nen: Weil wir mit unse­ren Her­ren Kran­ken hier­her kamen, Dienst an ihnen taten, sie begleiteten.“

Heu­er wür­den die Mal­te­ser nach Alt­öt­ting kom­men, um zu beten, weil die­ser Gna­den­ort ein Ort des Gebe­tes ist. Die Hel­fer­wall­fahrt birgt die Chan­ce, ein­mal den Blick auf uns selbst zu rich­ten. Auf unse­re eige­nen Sor­gen und Nöte oder Dank zu sagen und die, die uns nicht beglei­ten kön­nen, mit ein­zu­be­zie­hen.“ Auch die Pas­sau­er Mal­te­ser haben bei ihrer Andacht wäh­rend der Anrei­se im Bus die Senio­ren und beein­träch­tig­ten Mit­men­schen, die all die Jah­re mit ihnen nach Alt­öt­ting kom­men, mit in ihr Gebet ein­ge­schlos­sen. In ihren Her­zen waren die­se Men­schen, die ihnen sehr viel bedeu­ten, an die­sem Tag dabei.

Haupt­ze­le­brant beim Got­tes­dienst war in die­sem Jahr der Regens­bur­ger Weih­bi­schof Dr. Josef Graf, der ein­gangs erklär­te: Eine Wall­fahrt ist ein geist­li­ches Atem­ho­len. Die­ses Atem­ho­len der See­le haben wir als Chris­ten min­des­tens eben­so nötig wie die kör­per­li­che Erho­lung.“ Er ging auf das Evan­ge­li­um vom Sonn­tag zuvor ein, wo Jesus die Jün­ger auf Wan­der­schaft aus­sand­te. Zu die­sem Auf­trag gehört bis heu­te auch das, was Sie als Mal­te­ser tun“, erklär­te der Weih­bi­schof in sei­ner Pre­digt. In der Geschich­te der Kir­che habe es nicht nur Schuld und Ver­sa­gen gege­ben, wie man­che glau­ben machen möch­ten. Die Geschich­te der Kir­che ist auch die hel­le Sei­te. Dazu gehört das, was Män­ner und Frau­en wie Sie tun. Dar­auf kön­nen Sie stolz sein“, beton­te er.

Auch dem The­ma Gebet wid­me­te sich Dr. Josef Graf in sei­ner Pre­digt aus­führ­lich. Ein Christ kann man nur sein, wenn man ein beten­der Mensch ist. Erzäh­len Sie Gott, was Sie bewegt. Dan­ken und bit­ten Sie“, rief er die Mal­te­ser auf. Im Rah­men des fei­er­li­chen Got­tes­diens­tes seg­ne­te der Weih­bi­schof auch eine Votiv­ga­be der Salz­bur­ger Mal­te­ser, ein Sil­ber­kreuz, das wäh­rend der Andacht am Nach­mit­tag auf dem Kapell­platz an den stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­di­rek­tor Pater Nor­bert Schlen­ker über­ge­ben wurde.

Die­ser begrüß­te die Wall­fah­rer zur Mari­en­an­dacht, in der Sie alle Anlie­gen vor die Got­tes­mut­ter brin­gen kön­nen.“ Die­se habe ihr Leben mit allem, was auf sie zukam, Gott anver­traut. An die­sen Glau­ben sol­len auch wir uns hal­ten. Dass sie uns an guten, aber auch an schwe­ren Tagen nicht allei­ne lässt, dar­auf dür­fen wir ver­trau­en“, ermu­tig­te Pater Nor­bert die Gläu­bi­gen. Im Rah­men der Andacht seg­ne­te er auch die Sor­gen­brie­fe, die Sepp Ertl für die Pas­sau­er Mal­te­ser nach Alt­öt­ting getra­gen hat­te (sie­he geson­der­ter Bericht).

Die Mal­te­ser mach­ten sich getrös­tet durch den Bei­stand der Got­tes­mut­ter und mit der gro­ßen Hoff­nung, dass im nächs­ten Jahr auch die Men­schen, die sie betreu­en, wie­der dabei sein könn­ten, auf den Heimweg.

Text: Mal­te­ser Hilfs­dienst e. V.

Kinderfragen: Was ist eigentlich eine Wallfahrt?

War­um geht man Wall­fah­ren? Was ist Pil­gern? Und was hat das mit dem Glau­ben zu tun. Das woll­ten Kin­der von unse­rem klei­nen Angst­ha­sen Lie­be­zeit wis­sen. Die Ant­wor­ten gibt´s im Pod­cast, außer­dem ein lus­ti­ges Ausmalbild.

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