
Nadine Feuchtmeir und Katharina Hölzl sind auf dem Weg zur Gemeindereferentin. Am 10. Oktober werden sie von Bischof Stefan Oster im Stephansdom feierlich ausgesandt. Im Interview erzählen die beiden jungen Frauen, warum sie sich zur Gemeindereferentin berufen fühlen.
Die beiden jungen Frauen Nadine Feuchtmeir und Katharina Hölzl haben sich für den Beruf Gemeindereferentin entschieden. Nach mehrjähriger Ausbildung (Studium und Berufseinführung) werden sie am 10. Oktober von Bischof Stefan Oster im Stephansdom feierlich ausgesandt, gemeinsam mit der angehenden Pastoralreferentin Rita Brunnbauer-Hackner. Ihren Dienst antreten wird Nadine Feuchtmeir dann im Pfarrverband Schönau, Katharina Hölzl in Ruhstorf a.d. Rott. Gemeindereferentin zu sein ist für die beiden Frauen ihre wahre Berufung.
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Weg und Motivation
Nadine Feuchtmeir hatte kein spezielles Schlüsselerlebnis. Bei ihr war es die “Summe der Kleinigkeiten”, die sie dazu bewogen haben, den Weg zur Gemeindereferentin einzuschlagen. Prägend waren vor allem das ehrenamtliche Engagement in ihrer Pfarrgemeinde und das Lehramtsstudium mit dem Fach Religionslehre. “Das hat einfach seinen Lauf genommen. Und da bin ich jetzt sehr glücklich damit”, erzählt sie freudestrahlend. Erfüllend seien besonders die Begegnungen mit Menschen mitsamt all den vielen gemeinsam erlebten Augenblicke. “Das Schönste für mich ist, wenn ich weiß, dass ich jemandem etwas Gutes getan und seine Beziehung zu Gott gestärkt habe.”
Katharina Hölzl arbeitete jahrelang ehrenamtlich als Ministrantin und beim KJG-Diözesanverband. Ihr Schlüsselerlebnis hatte sie am Weltjugendtag in Madrid. “Ich habe gespürt: da ist etwas in mir. Genau deshalb möchte ich jetzt Kindern und Jugendlichen zeigen, was Glaube dort bei mir ausgelöst hat.” Und so fasste sie den Entschluss, nach ihrer Lehre das Studium zur Gemeindereferentin zu beginnen. Eine absolut richtige Entscheidung, ist sie sich sicher. Schon während ihrer Ausbildung gab es viele schöne Erlebnisse. Immer wieder bestärkend sei ein Religionsunterricht mit freudestrahlenden Kinderaugen, oder auch die spürbare Freude am Glauben bei Erwachsenen. “Die Dankbarkeit, die mir bei einem Besuch entgegengebracht wird, ist einfach schön”, betont Katharina Hölzl.
Ziele und Mission
“Mein Ziel ist ganz klar: Dass Kinder, Jugendliche und Familien merken, dass Gott eine Quelle der Kraft, und Kirche ein Weg dorthin sein kann”, betont Nadine Feuchtmeir. Sie möchte anderen Menschen das Bild einer lebendigen und hilfreichen Kirche vermitteln.
“Mein größter Wunsch ist natürlich, Jugendlichen zu zeigen, dass Kirche nicht alt und trist ist, sondern dass es eine bunte Kirche ist”, lautet die Antwort von Katharina Hölzl auf die Frage nach ihrer persönlichen Mission. Gerade junge Menschen sollten erfahren, wie lebendig Kirche ist und wie vielseitig man sich engagieren kann. Sie als Gemeindereferentin will hier mit gutem Beispiel vorangehen. “Ich möchte meine Flamme, die in mir brennt, an die Jugendlichen weitergeben.” Dass junge Menschen wieder zurück zur Kirche finden und dort erfahren, was Kirche alles sein kann, ist ihr großer Wunsch.
Eine starke Bibelstelle
Der Herr ist mein Licht und mein Heil. Vor wem sollte ich mich dann noch fürchten? Dieses Psalmwort begleitet Nadine Feuchtmeir schon seit vielen Lebensjahren. “So ist es nämlich”, erklärt sie die große Bedeutung dieser Worte für sie persönlich.
Und Katharina Hölzl liegt neben dem Aussendungsspruch noch Psalm 37 besonders am Herzen mit der Botschaft: Lege in Gottes Hände dein Leben, denn er weiß, was er tut. Vertraue auf ihn.