
Miteinander – das ist das Leitwort für die neue gemeinsame Zeitung, die mit Beginn des kommenden Jahres den Altöttinger Liebfrauenboten und das Passauer Bistumsblatt vereint. Unser Ziel ist es, die beliebtesten Inhalte aus den zwei traditionsreichen Publikationen zusammenzuführen und gleichzeitig Neues zu wagen. Was ändert sich alles? Was bleibt? Was erhoffen wir uns von diesem Schritt? Antworten darauf hat Chefredakteur Wolfgang Krinninger hier zusammengefasst.
Warum ist Miteinander der Leitbegriff für die Zusammenführung der beiden Zeitungen?
Weil für uns darin der Schlüssel des Erfolgs liegt und weil Kirche und Gesellschaft dringend ein neues Miteinander brauchen. Das wollen wir mit der gemeinsamen Zeitung fördern, so gut es geht. Zudem haben uns die vergangenen Monate gezeigt, wie wichtig das Miteinander ist: Die Teams von Liebfrauenbote und Bistumsblatt haben nach der Fusion der beiden Verlage unter Beweis gestellt, wie gut sie harmonieren, denn anders wäre die Zusammenführung unmöglich zu realisieren gewesen. Nur so war es möglich, dass unsere Leserinnen und Leser nichts oder nur wenig von dem bemerkt haben, was sich alles hinter den Kulissen abgespielt hat.
Wie lautet der Titel der neuen Publikation?
Das Miteinander soll auch hier gleich erkennbar sein. Wir haben uns nach langer Diskussion entschieden für: Passauer Bistumsblatt als Haupttitel und dem in blau unterlegten Untertitel Vereint mit dem Altöttinger Liebfrauenboten.
Was erwartet die Leserinnen und Leser ab Januar 2022?
Unser großes Ziel ist es, wie bereits im Auftakt auf Seite 2 beschrieben, das Beste aus den beiden traditionsreichen Publikationen zu vereinen und gleichzeitig mit viel Neuem die Leser zu überraschen. Noch mehr als bisher werden wir Hilfestellung für das Glaubensleben im Alltag geben und Antworten suchen auf die Frage, was dem Leben Sinn und Tiefe gibt.
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
Wird es neue Seiten geben?
Ja, das wird es. Ganz wichtig ist uns: Lesungen und Evangelium sowie die Betrachtung dazu bilden die Mitte der Zeitung, das Zentrum. Komplett neu gestaltet werden die Kinderseite, das Thema der Woche auf einer Doppelseite und eine Glaubens- und Gebetsschule. Zudem wollen wir auf einer Seite wahrhaft schöne Dinge – regional, wertig, echt – vorstellen. Aber auch lebendiges Brauchtum und die Rubrik Rat und Hilfe werden ihren Platz bekommen. Und ein paar Überraschungen haben wir noch im Köcher, die wir heute noch nicht verraten möchten. Über allem Tun steht der Vorsatz: Lassen wir uns von der Welt, lassen wir uns von Gott berühren und verwandeln!
Wird es auch die Möglichkeit geben, die neue Zeitung online zu lesen?
Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an der ePaper-Ausgabe, testen, welche Zusatzinformationen auf diesem Kanal sinnvoll sind und ob wir möglicherweise aktuelle Nachrichten bevorzugt hier ausspielen. Zudem werden wir selbstverständlich auch die Social-Media-Kanäle des Bistums mit bespielen.
Und was bleibt von dem, was war?
Sehr viel. Denn an unserer Kernaufgabe hat sich ja nichts geändert: Wir wollen die Freude am Glauben fördern, Halt, Geborgenheit und Sicherheit schenken und so für die Menschen ein Stück Heimat sein. Das Leseerlebnis soll einfach noch ein Stück schöner, spannender und interessanter werden.
Welche Rolle spielt Altötting in Zukunft?
Weiterhin eine sehr zentrale Rolle – wie es für den Gnadenort als großes geistliches Zentrum des Bistums Passau angemessen ist. Altötting bekommt eigene Seiten für die Berichterstattung über das Geschehen im Wallfahrtsort und viele Aspekte der Marienfrömmigkeit. Der Geist des Liebfrauenboten wird aber nicht nur auf diesen Seiten, sondern im ganzen Blatt erkennbar, lesbar sein.
Wird sich am Preis etwas ändern?
Ja. So leid es uns tut, wir sind hier ja von verschiedenen Kostenfaktoren abhängig. Nach zwei Jahren, in denen wir den Preis halten konnten, sind wir im kommenden Jahr zu einer Erhöhung gezwungen. Das neue Bistumsblatt vereint mit dem Liebfrauenboten wird mit 8 Euro monatlich aber immer noch vergleichsweise günstig bleiben. Zudem wird es so umfangreich wie nie zuvor sein. Und als Schmankerl: Jeder Abonnent der Zeitung hat kostenfrei die Möglichkeit, das ePaper zu lesen. Das ePaper allein wird voraussichtlich 5 Euro monatlich kosten.
Welche Hoffnungen setzen wir in die gemeinsame Wochenzeitung?
Unsere Erwartung ist, dass es uns gelingt, unseren bisherigen Leserinnen und Lesern mit dieser Zeitung noch mehr Lesefreude zu schenken und viele neue zu gewinnen. Hier haben wir vor allem junge Familien im Blick, denen wir künftig noch mehr Rat und Hilfe und interessanten und relevanten Lesestoff bieten wollen. Die neue gemeinsame Zeitung ist unsere Chance, als gedruckte kirchliche Wochenzeitung und damit als zentrales Forum für die Katholiken weiter zu bestehen. Doch dazu freilich brauchen wir Sie, unsere Leserinnen und Leser. Wir sind sehr dankbar für Ihre Treue und bauen darauf, dass Sie uns weiter unterstützen und für uns die Werbetrommel rühren. Es geht nur miteinander.