
Der Krieg gegen die Ukraine hat bereits nach wenigen Wochen unzählige Opfer gefordert. Tausende Soldaten und Zivilisten sind zu Tode gekommen, noch viel mehr wurden verletzt oder haben ihr Hab und Gut verloren. Millionen von Menschen, vor allem Frauen und Kinder, sind auf der Flucht: innerhalb der Ukraine und in die westlich gelegenen Länder, wo sie meist mit großer Hilfsbereitschaft empfangen werden.
Auch Deutschland ist nach der großen Flüchtlingsbewegung der Jahre 2015/2016 erneut gefordert, Schutzsuchenden die Hand entgegenzustrecken. In der bei ihrer Vollversammlung verabschiedeten Erklärung vom 10. März 2022 („Der Aggression widerstehen, den Frieden gewinnen, die Opfer unterstützen“) haben die deutschen Bischöfe den Vielen gedankt, die großherzig gespendet haben oder den nach Deutschland Geflüchteten als Helferinnen und Helfer zur Seite stehen.
In der bedrängenden Situation, unter der momentan viele Menschen leiden, stehen die Staaten in der Pflicht – aber auch die Gesellschaften und alle Bürgerinnen und Bürger. Die deutschen Bistümer haben deshalb bereits in den ersten Wochen des Krieges große Beträge aus ihren Fonds für Katastrophenhilfe und weltkirchliche Arbeit zur Verfügung gestellt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, bittet darüber hinaus um weitere Hilfe: „Die deutschen Bischöfe rufen erneut die Gläubigen und alle, die sich von ihrer Bitte angesprochen fühlen, zu Spenden für die Notleidenden auf: für diejenigen, die in der Ukraine ausharren, und für die Flüchtlinge, die in deren Nachbarländern versorgt werden müssen oder nach Deutschland gekommen sind. Vielen fehlt es am Allernötigsten – an Nahrung, Kleidung und einem provisorischen Dach über dem Kopf. Aber auch diejenigen, die sich in unser Land durchgeschlagen haben, sind nicht nur auf die Unterstützung durch staatliche Behörden angewiesen, sondern auch auf die Hilfe der Kirchen. Die deutschen Bischöfe bitten Sie deshalb um Ihre Spende. Sie ist ein Zeugnis gelebter Nächstenliebe. Sie zeigt, wer wir als Christen sind.“
Text: DBK