
Das früher bedeutende Gotteshaus von Thomasbach wurde verkauft. Um 1600 gab es hier noch eine bedeutende Wallfahrt. Was aus dem Gebäude wird, ist ungewiss.
Thomasbach ist ein geheimnisvoller, beinahe mystischer Ort. Dort zu finden ist eine alte, baufällige Kirche, der früher nachweislich große Bedeutung zugemessen wurde. Unweit daneben steht ein baufälliges Bauernhaus. Immer wieder gab es dort ungebetene Besuche: Unerlaubte Partys, Treffen, Fotoshootings oder Vandalismus waren gang und gäbe.
Bereits in den 1980iger Jahren wurde von der Kamminger Kirchenverwaltung beschlossen, dass aufgrund der Baufälligkeit kein Geld mehr investiert wird. Eine Wiederbelebung für Gottesdienste war aufgrund der fehlenden Infrastruktur und Erschließung ausgeschlossen. Im Einvernehmen mit dem Bistum Passau kam es Ende 2021 dazu, dass die Kirche verkauft wurde und nun im Privatbesitz ist. Der Kaufpreis lag laut Kirchenpfleger Heinrich Sandner eher in einer symbolischen Höhe. Auf jeden Fall ist es eine Erleichterung für die Kirchenverwaltung, weil man sich nicht mehr um die Sicherheit kümmern muss und der Vandalismus für den Kirchenpfleger in keiner Verantwortung mehr liegt. Für Thomasbach existiert kein Bebauungsplan, ein Baurecht wird es dort nicht geben. Von weitem macht die Kirche keinen schlechten Eindruck: Doch der Schein trügt: Bei näherer Betrachtung sieht man eine Art„Geister-Kirche“, die rundum von Wildwuchs umgeben und eingewachsen ist. Der Haupteingang und die Tür zur Sakristei wurde mit Betonblöcken versperrt, ein Zugang ist daher unmöglich.