Kirche vor Ort

Trauernde müssen gar nichts!

Pressemeldung am 24.01.2024

Januar24 trauergruppe Foto: KDFB
Geleitet wird die Trauergruppe von den beiden KDFB-Trauerbegleiterinnen Brigitte Hartl (links) und Ulrike König.

Trauergruppe des KDFB bietet geschützten Raum zum Austausch. Der Verlust eines geliebten Menschen setzt einen schmerzvollen, überfordernden Prozess in Gang. Die Trauer anzunehmen und sich in der neuen Realität einzufinden, kostet Kraft und braucht Zeit. Zeit, die Trauernden in unserer schnelllebigen Gesellschaft kaum noch zugestanden wird. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau setzt einen Gegenakzent. Eine neue Trauergruppe bietet Betroffenen einen geschützten Raum, um sich mit ihrer Trauer zu beschäftigen – in ihrem eigenen Tempo und ohne Druck von außen.

Zu wenig über die ver­stor­be­ne Per­son reden oder zu viel über die ver­stor­be­ne Per­son reden; zu schnell wie­der zurück an den Arbeits­platz keh­ren oder zu lan­ge zu Hau­se blei­ben; zu früh lachen und neue glück­li­che Momen­te erle­ben oder sich zu inten­siv abschot­ten: Bewer­tun­gen die­ser Art pras­seln oft­mals unge­fil­tert auf Trau­ern­de ein. Lei­der erle­ben wir immer wie­der, dass das Umfeld das Ver­hal­ten einer trau­ern­den Per­son beur­teilt und in pas­send‘ oder unpas­send‘ ein­teilt. Das sorgt in der ohne­hin her­aus­for­dern­den Zeit für zusätz­li­che Schwe­re“, wis­sen die KDFB-Trau­er­be­glei­te­rin­nen Ulri­ke König und Bri­git­te Hartl aus lang­jäh­ri­ger Erfahrung.

Trau­ern­de müs­sen gar nichts – außer ihren eige­nen Bedürf­nis­sen folgen!”

Ulrike König

Der Erwar­tungs­druck der Gesell­schaft kann bei man­chen Trau­ern­den sogar das Gefühl aus­lö­sen, es sowie­so nur falsch machen zu kön­nen. Es liegt auf der Hand, dass sich Trau­ern­de nicht auch noch mit tie­fer Ver­un­si­che­rung aus­ein­an­der­set­zen soll­ten. Die Trau­er selbst zieht schon genug Ener­gie“, fol­gert Ulri­ke König und betont: Trau­ern­de müs­sen gar nichts – außer ihren eige­nen Bedürf­nis­sen fol­gen!“

Mit die­ser Bot­schaft wen­det sich der KDFB an trau­ern­de Men­schen. Im geschütz­ten Raum der Trau­er­grup­pe kön­nen sie Halt und Trost erfah­ren, über ihre Gefüh­le reden und sich mit ande­ren Betrof­fe­nen, gleich wel­cher Kon­fes­si­on, aus­tau­schen. Tie­fes gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis ist hier selbst­ver­ständ­lich, weil alle Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer ganz genau wis­sen, dass die Trau­er das gan­ze Leben auf den Kopf stellt. Die Gewiss­heit, nicht allei­ne zu sein, kann im Umgang mit der eige­nen Trau­er hel­fen“, führt Bri­git­te Hartl aus. Zudem beglei­ten Bri­git­te Hartl und Ulri­ke König die Grup­pe mit wert­vol­len Impulsen.

Die Trau­er­grup­pe trifft sich immer mitt­wochs an acht Nach­mit­ta­gen von 15 Uhr bis 17 Uhr in der Begeg­nungs­stät­te für Frau­en in Pas­sau (Dom­platz 3). Sie beginnt am 14. Febru­ar und endet am 3. April 2024. Um Anmel­dung im KDFB-Büro unter Tele­fon 0851/36361 oder E‑Mail kdfb.​passau@​bistum-​passau.​de wird gebe­ten. Die Teil­nah­me­ge­bühr beträgt 50 Euro.

Text: Katho­li­scher Deut­scher Frau­en­bund — Diö­ze­san­ver­band Passau

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