
Trauergruppe des KDFB bietet geschützten Raum zum Austausch. Der Verlust eines geliebten Menschen setzt einen schmerzvollen, überfordernden Prozess in Gang. Die Trauer anzunehmen und sich in der neuen Realität einzufinden, kostet Kraft und braucht Zeit. Zeit, die Trauernden in unserer schnelllebigen Gesellschaft kaum noch zugestanden wird. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in der Diözese Passau setzt einen Gegenakzent. Eine neue Trauergruppe bietet Betroffenen einen geschützten Raum, um sich mit ihrer Trauer zu beschäftigen – in ihrem eigenen Tempo und ohne Druck von außen.
„Trauernde müssen gar nichts – außer ihren eigenen Bedürfnissen folgen!”
Der Erwartungsdruck der Gesellschaft kann bei manchen Trauernden sogar das Gefühl auslösen, es sowieso nur falsch machen zu können. „Es liegt auf der Hand, dass sich Trauernde nicht auch noch mit tiefer Verunsicherung auseinandersetzen sollten. Die Trauer selbst zieht schon genug Energie“, folgert Ulrike König und betont: „Trauernde müssen gar nichts – außer ihren eigenen Bedürfnissen folgen!“
Mit dieser Botschaft wendet sich der KDFB an trauernde Menschen. Im geschützten Raum der Trauergruppe können sie Halt und Trost erfahren, über ihre Gefühle reden und sich mit anderen Betroffenen, gleich welcher Konfession, austauschen. „Tiefes gegenseitiges Verständnis ist hier selbstverständlich, weil alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ganz genau wissen, dass die Trauer das ganze Leben auf den Kopf stellt. Die Gewissheit, nicht alleine zu sein, kann im Umgang mit der eigenen Trauer helfen“, führt Brigitte Hartl aus. Zudem begleiten Brigitte Hartl und Ulrike König die Gruppe mit wertvollen Impulsen.
Die Trauergruppe trifft sich immer mittwochs an acht Nachmittagen von 15 Uhr bis 17 Uhr in der Begegnungsstätte für Frauen in Passau (Domplatz 3). Sie beginnt am 14. Februar und endet am 3. April 2024. Um Anmeldung im KDFB-Büro unter Telefon 0851/36361 oder E‑Mail kdfb.passau@bistum-passau.de wird gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro.
Text: Katholischer Deutscher Frauenbund — Diözesanverband Passau