
„Weil’s nåcha Zeit is, so sågn ma iatz Pfüa Gott!“ Mit diesen Worten wurde Helga Grömer am 23. September nach vielen Jahren unermüdlichen Engagements für das Bistum in den Ruhestand verabschiedet. Sie galt als Pionierin in vielen Bereichen der Kirche von Passau.
Mit einer bewegenden Feier ist Helga Grömer in den Ruhestand verabschiedet worden. 40 Jahre stand sie im Dienst der Diözese Passau bzw. der Katholischen Landvolkshochschule Niederalteich. In den vergangenen sieben Jahren war sie Referentin für Pilgerpastoral, leitete die Kontaktstelle für Supervision und die Ländliche Familienberatung im Bistum Passau.
Entsprechend vielfältig war auch der Teilnehmerkreis der Verabschiedungsfeier, die mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche Niedernburg begann. Darin blickte die Gemeindereferentin zurück auf den Beginn ihres Dienstes im Bistum Passau vor 40 Jahren. Als Zeichen des Dankes für diese erfüllten Jahre entzündete sie eine Kerze, die sie damals geschenkt bekommen hatte. Domdekan Dr. Hans Bauernfeind dankte Helga Grömer in seiner Predigt für ihren Dienst in der Kirche von Passau und stellte heraus, dass sie an ihren Einsatzstellen an viele Menschen das Licht des Glaubens weitergegeben habe.
Im Festsaal des Hauses St. Maximilian wurde die Feier mit einem Abendessen und zahlreichen Dankesworten fortgesetzt. Vertreterinnen und Vertreter der Ländlichen Familienberatung, der Katholischen Landvolkbewegung und der verschiedenen Dienststellen des Bischöflichen Ordinariates drückten mit ihren Beiträgen und Reden ihre Hochachtung für die Arbeit von Frau Grömer aus. Der Leiter der Abteilung Familienpastoral Otto Penn betonte in seiner Laudatio, dass sie als Frau in der Kirche in vielen Bereichen eine echte Pionierin war, sei es die Mitarbeit am Passauer Pastoralplan, sei die Leitung eines kirchlichen Bildungshauses als erste Frau oder sei es ihr Einsatz für das Pilgern. Diese und viele weitere pastorale Felder habe sie entscheidend und nachhaltig geprägt.
Bei ihren Pilgertouren, die sie auch im Ruhestand noch anbieten wird, wird der passionierten Musikerin und Chorleiterin ihr Abschiedsgeschenk, eine Wandergitarre, wertvolle Dienste leisten. Sichtlich bewegt dankte Helga Grömer allen Gästen für ihre Begleitung in den vergangenen Jahren und die Gestaltung des Abends. Die Tatsache, dass sie für alle Stellen, die sie zuletzt bekleidet hatte, tatkräftige und kompetente Nachfolgerinnen bekommen habe, lasse sie beruhigt in den Ruhestand gehen. Den Dank dafür richtete sie auch an den Generalvikar Josef Ederer, der ebenfalls an der Feier teilnahm. Mit dem Lied „Weil’s nåcha Zeit is“ sagte Helga Grömer „Pfüa Gott“ von ihren Gästen und ihrem Dienst im Bistum Passau.
Text + Foto: Otto Penn