
Die Bistum Passau hat die Rückmeldungen zur Vorbereitung der Weltbischofssynode 2023 eingereicht. Die Erkenntnisse der jeweiligen Bistümer weltweit fließen in die Bischofssynode zum Thema Synodalität ein.
Der dreijährige, weltweite Vorbereitungsprozess der Bischofssynode, der im Herbst 2021 in Rom eröffnet wurde, richtete sich in der ersten Phase an die nationale Ebene. Die im Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe der Synode „Mach den Raum deines Zeltes weit“ (Jes 54,2) enthaltenen Fragen wurden nun beantwortet und an die Deutsche Bischofskonferenz gegeben. Von dort aus werden sie in einem zusammenfassenden Dokument nach Rom gesandt.
„Die Welt, in der wir leben und die in all ihrer Widersprüchlichkeit zu lieben und der zu dienen wir berufen sind, verlangt von der Kirche eine Steigerung ihres Zusammenwirkens in allen Bereichen ihrer Sendung“, so Papst Franziskus in seiner Ansprache vom 17. Oktober 2015. „Genau dieser Weg der Synodalität ist das, was Gott sich von der Kirche des dritten Jahrtausends erwartet.“ Daraus folgte die Entscheidung zu einer Bischofssynode zur Synodalität. Diese ist als dreijähriger, weltweiter Prozess geplant. Papst Franziskus eröffnete sie am 9./10. Oktober 2021 in Rom – am Wochenende darauf wurde sie in den Bistümern weltweit begonnen.
Unter dem Leitwort „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ lud Papst Franziskus die Gläubigen der Welt ein, sich gemeinsam mit der Frage der Synodalität in der Kirche zu beschäftigen. So wurden in einer ersten, nationalen Phase die Gläubigen der Bistümer eingeladen, sich in den Diözesen über Synodalität auszutauschen und diesbezüglich Erfahrungen zu sammeln bzw. Probleme aufzuzeigen. Auch Einschätzungen zur Situation der Kirche, deren pastoralen Aufgaben und Umsetzungen sowie zu den aktuellen Herausforderungen waren erbeten. Im Bistum Passau war dies online in einer Umfrage möglich, die am 30. März beendet wurde. Die diözesanen Berichte wurden in der Bischofskonferenz zu einem Gesamtbericht gebündelt.
Auf die weltweiten Rückmeldungen hin veröffentlichte das Generalsekretariat der Bischofssynode ein Arbeitsdokument für die kontinentale Etappe der Synode: „Mach den Raum deines Zeltes weit“ (Jes 54,2). Auf der Grundlage dieses Dokuments wurden daraufhin die Bistümer gebeten, drei Fragen, die sich aus den Erkenntnissen des Arbeitsdokuments ergaben, für das jeweilige Bistum im Geist des Gebets zu beantwortet.
Die Rückmeldungen aus den Bistümern, einer Reihe von Organisationen und den Bischofskonferenzen münden in Rom in den Prozess der XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode. Diese wird in zwei Sitzungen im Abstand von einem Jahr stattfinden: die erste vom 4. bis zum 29. Oktober 2023, die zweite im Oktober 2024.