Um„Christus die Wahrheit“ sollte es gehen am Donnerstagabend, 29. Februar, in der Altöttinger Stiftspfarrkirche. Kapuzinerpater Br. Paulus Terwitte aus München hielt dazu im Rahmen des Gottesdienstes eine launige, lehrreiche und nachdenkliche Predigt. Nach der Begrüßung durch Stadtpfarrer Klaus Metzl startete Br. Paulus mit einer Anekdote: Bei einem Vorabbesuch in Altötting vor einigen Tagen habe er beim Öffnen seiner Autotür beinahe eine Dame gerammt. Auf seine Entschuldigung hin habe diese in norddeutschen Akzent geantwortet. Ob sie auf Wallfahrt hier sei? Die Dame verneinte – sie lebe bereits seit 22 Jahren in Altötting, aber:„Hier kommt man ja sowieso nicht rein“.
„Wann gehört man dazu?“, fragte der Prediger – selbst aus dem Münsterland stammend –, darauf in die Runde. Allzu oft begegneten und beurteilten wir einander nur vom äußeren Schein her, machten auf dem Weg zueinander plötzlich Stopp. Je unsicherer man sei, desto mehr müsse man sich abgrenzen – nach dem Motto:„Du bist komisch, ich jedenfalls nicht!“