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Diözesanpilgerreisen 2019


Liebe Pilgerinnen und Pilger,

 

der Dachs und der Iltis trafen sich bei ihrer nächtlichen Futtersuche im Wald. Und da sie sich lange nicht gesehen hatten, gingen sie plaudernd ein Stück des Weges nebeneinander her. Während der Dachs aber auf den Weg achtete, blickte der Iltis immer wieder zum nächtlichen Himmel hinauf. Dabei übersah er einen Wassertümpel und fiel hinein.

Das war zwar weiter nicht schlimm, aber der Dachs konnte sich vor Lachen kaum halten und rief immer wieder schadenfroh: „Das kommt davon, wenn man zuviel nach oben schaut!“ Danach ging der Dachs alleine weiter. Der Iltis putzte noch eine Weile an sich herum, blickte wieder zum Himmel hinauf und setzte dann seinen Weg fort. Bald traf er wieder auf den Dachs. Der hatte sich in der Zwischenzeit total verirrt und war heilfroh, dass der Iltis ihn glücklich nach Hause brachte. „Wie hast du das bloß geschafft?“, fragte der Dachs. „Ich hab nach oben geschaut und mich nach den Sternen gerichtet!“, antwortete der Iltis. „Und dafür nimmst Du in Kauf, dass Du hin und wieder in den Tümpel fällst?“, meinte der Dachs. „Ja und dass ein Dachs darüber lacht!“, sagte der Iltis.

Eine lustige Fabel aus der Welt der Tiere mit viel Tiefgang. Denn wir alle haben ja längst bemerkt wovon da die Rede ist. Der Blick nach oben ist mein Verhältnis zu Gott, und das auf den Weg achten, beinhaltet alles, was so meinen Alltag ausmacht:

Mein Arbeiten und Sorgen und was mir sonst noch in meinem Leben wichtig ist.

Und die Frage an uns alle, die aus dieser Fabel nun auftaucht lautet: Welche Blickrichtung bestimmt mein Leben?

Der Erzähler meiner Fabel würde sagen: Bewahrt euch den Blick nach oben!

Und wir, wie geht es uns dabei? Kommen wir uns in unserem Leben nicht manchmal vor, wie Wanderer ohne Ziel, wie Menschen, die drauf und dran sind sich zu verlaufen?

 

Jede Pilgerreise ist ein Aufbruch, ein Abenteuer, aber auch eine Möglichkeit sich wieder dem Wesentlichen des Lebens zu nähern: In der Begegnung mit anderen Menschen, an heiligen Orten, wo wir auftanken können, beim Gebet und beim Gottesdienst, beim Reden und beim Schweigen, der Blick nach oben!

Auch wenn es nur wenige Minuten am Tag sind, diese Minuten sind wichtig, denn sie unterscheiden den Menschen von einer Maschine und eine Pilgerreise von einem Urlaubstrip! Auch wenn unsere Reisen nach wenigen Tagen zu Ende gehen, im Herzen

gehen sie weiter, wir nehmen viel mit für unseren Alltag.

Nahrung des Körpers – Nahrung der Seele.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Lust aufs Abenteuer, auf das Programm des kommenden Jahres und grüße Sie zusammen mit unserer Pilgerleiterin Irene Huber und unserer neuen Sekretärin Manuela Greiner.

Ihr

Msgr. Manfred Ertl DK

 

2019 Pilgerreisen der Diözese Passau

 

APRIL
Die Pracht Andalusiens – maurisches, christliches, jüdisches Erbe (22.04.-28.04.2019)

 

MAI
Auf dem Marienwanderweg „Maria neu entdecken“ (25.05.-26.05.2019)
Frauenpilgerfahrt ins Weltgebetstagsland Slowenien „Kommt, alles ist bereit!“  (30.05.-02.06.2019)

 

JUNI
Peru – Weltkirche erleben (10.06.-23.06.2019)
Polens Norden und die Masurische Seenplatte (11.06.-17.06.2019)
 

JULI
Südtirol – auf den Spuren unseres Diözesanpatrons Valentin von Rätien (21.07.-23.07.2019)
Auf dem Johannesweg – „Wandern mit Sinn“ (27.07.-30.07.2019)
 

AUGUST
Pilgerwanderung auf dem Küstenweg in Spanien „Auf der Spur der Sehnsucht“  (30.08.-07.09.2019)

 

SEPTEMBER
Rumänien – Ökumene zwischen Ost und West (21.09.-28.09.2019)

 

OKTOBER
Auf den Spuren des Apostels Paulus durch Kleinasien (13.10.-19.10.2019)
Böhmisch-Bayerische Marienverehrung – Příbram, Pilsen, Klattau (17.10.-18.10.2019)

 

OBERAMMERGAU 2020
Passionsspiele Oberammergau (26.08.-28.08.2020)